In der gegenwärtigen geopolitischen Lage sind vertrauensvolle Partnerschaften wichtiger denn je, da globale Krisen zunehmend komplex und miteinander verflochten sind. Konflikte, Klimawandel, Verlust an Biodiversität, fragile Lieferketten und soziale Ungleichheiten lassen sich von einzelnen Akteuren oder Staaten nicht allein bewältigen. Partnerschaften ermöglichen es, Ressourcen, Wissen und politischen Einfluss zu bündeln. Gleichzeitig können sie Vertrauen, Resilienz und gemeinsame Werte in einer Zeit stärken, in der alte Allianzen verloren gehen und multilaterale Strukturen zunehmend unter Druck geraten.
Durch Partnerschaften mit Ländern des Globalen Südens wird die Entwicklungszusammenarbeit zu einem Instrument des wirtschaftlichen Fortschritts, der Armutsbekämpfung und der nachhaltigen Zukunftsgestaltung, aber auch zu einem zentralen Baustein für Stabilität, Sicherheit und Wohlstand. Sie dienen den SDGs und den Interessen der beteiligten Länder gleichermaßen.
Allerdings nur, wenn sie auch wirklich partnerschaftlich und fair angelegt sind. Partnerschaften müssen die jeweiligen Interessen klar benennen, sie austarieren und am Ende allen Beteiligten nützen. Sie müssen hier wie dort wirtschaftliche Impulse setzen, und Arbeitsplätze schaffen oder erhalten. Dann haben sie einen Mehrwert für die Partnerländer, aber auch für Deutschland und Europa.
Insofern unterscheidet sich SDG 17 von allen anderen Entwicklungszielen. Es beschreibt nicht ein bestimmtes Ziel, samt Indikatoren, sondern die Art und Weise, wie die Weltgemeinschaft Herausforderungen gemeinsam angehen und lösen soll. Nur wenn der Norden und der Süden, wenn Regierungen und Privatwirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft kooperieren, nur wenn alle auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Konstellationen partnerschaftlich zusammenarbeiten, lassen sich die UN-Entwicklungsziele erreichen. Dazu ist jedoch nicht nur gemeinsames Handeln, sondern auch eine hohe Summe von Finanzmitteln erforderlich, die angesichts angespannter Haushaltslagen nicht allein aus öffentlichen Töpfen stammen können. Auch dieser Aspekt – die Mobilisierung von Privatkapital – ist integraler Bestandteil des SDG 17.
Die KfW verfügt über jahrzehntelang gewachsene Beziehungen zu Akteuren in den Ländern des Globalen Südens. Dieses Kapital setzt sie ein, damit die internationalen Partnerschaften der Bundesregierung ihre Ziele erreichen.
Internationale Partnerschaften aufzubauen und zu stärken, ist ein zentrales Anliegen der KfW. Sie bilden eine wichtige Voraussetzung für nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, denn globale Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Das gilt auch und gerade in Zeiten, in denen weltweit nationalistische Tendenzen wieder stärker in den Vordergrund treten. Für die KfW liegt ein Schwerpunkt von SDG 17 darin, Entwicklungsgelder und zusätzliches Privatkapitel zu mobilisieren, um einerseits die engen öffentlichen Budgets zu schonen und trotzdem große Wirkungen im Sinne der SDGs zu erreichen. Und andererseits, um damit auch Deutschlands internationalen Interessen zu dienen.
Unser Engagement in der europäischen Entwicklungszusammenarbeit
Impact Investments – Entwicklungspolitischer Effekt mit Rendite
One Pager: Für Demokratie einstehen und mit Autokratien kooperieren – geht das?
One Pager: Entwicklungszusammenarbeit im Umbruch
Seite teilen
Um die Inhalte dieser Seite mit Ihrem Netzwerk zu teilen, klicken Sie auf eines der unten aufgeführten Icons.
Hinweis zum Datenschutz: Beim Teilen der Inhalte werden Ihre persönlichen Daten an das ausgewählte Netzwerk übertragen.
Datenschutzhinweise
Alternativ können Sie auch den Kurz-Link kopieren: https://www.kfw-entwicklungsbank.de/s/dezBYAwR
Link kopieren Link kopiert