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Potential Erneuerbarer Energien heben

Schneller Ausbau

Landkarte von Senegal mit der Hauptstadt Dakar

Stand: 10/2022

Energie ist eine wesentliche Voraussetzung für Wirtschaftswachstum. Bisher sind in Senegal auf dem Land nur 51 % der Haushalte an das Stromnetz angeschlossen. Auch im städtischen Raum kommt es häufig zu Stromausfällen. Dabei gibt es genug Potential insbesondere für die Nutzung der Solarenergie und Windkraft. Diese sind noch unzureichend ausgebaut und konkurrieren mit neu entdeckten Öl- und Gasvorkommen um die Nutzung. Die KfW unterstützt im Auftrag der Bundesregierung den Ausbau der Erneuerbaren Energien im Senegal, den die Regierung anstrebt und entschlossen ausbaut.

ProjekttitelProgramm zur Förderung der Erneuerbaren Energien
AuftraggeberBundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land/RegionSenegal
ProjektpartnerSENELEC

Ausgangslage

Als armes Land verursacht Senegal nur einen sehr geringen Anteil am globalen Ausstoß von Treibhausgasen, nämlich nur 0,07 %. Vom Klimawandel ist das Land hingegen stark betroffen, etwa durch länger anhaltende Dürren oder häufigere Überschwemmungen. Nach der Landwirtschaft trägt der Energiesektor am meisten zu den Treibhausgasemissionen bei, und zwar 38 %. Die Regierung hat sich vorgenommen, dass jeder Haushalt ans Stromnetz angeschlossen wird, bisher hat nur etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung im ländlichen Raum Zugang zu Strom. Durch den Netzausbau wird der Ausstoß an Treibhausgasen zunehmen. Gleichzeitig strebt Senegal einen starken Ausbau der Erneuerbaren Energien an. Das Potential dafür ist vorhanden. Doch auch die vorrangige Nutzung neu entdeckter Öl- und Gasvorkommen vor der Küste ist geplant, so dass langfristig die Erneuerbaren Energien lediglich 12 % zum sengalesischen Strommix beitragen werden. Bis zum Jahr 2021 hatte das staatliche Unternehmen SENELAC ein Monopol auf den Kauf, die Verteilung und Übertragung von Strom. Dies ist nun aufgehoben, so dass der Energiesektor liberalisiert werden kann.

Ein Haus mit Solarpanels auf dem Dach, daneben eine Person
Solaranlagen versorgen auch entlegene Dörfer mit Strom und bieten eine klimafreundliche Energieversorgung.

Projektansatz

Die KfW unterstützt im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Senegal bei einer umweltfreundlichen, sicheren und kostengünstigen Deckung seines wachsenden Energiebedarfs. Sie fördert den Zugang zu Strom, den Einsatz insbesondere von Solarenergie und die Erhöhung der Energieeffizienz. Daher finanziert sie einerseits große Solaranlagen, die ins nationale Stromnetz einspeisen, andererseits sieben dezentrale, ländliche Inselnetze in entlegenen Regionen, die auch mittelfristig nicht ans zentrale Stromnetz angebunden werden.

Der starke und schnelle Ausbau der Erneuerbaren Energien stellt den senegalesischen Stromsektor vor neue Herausforderungen. Sonne und Wind stehen nicht kontinuierlich zur Verfügung, die Stromerzeugung aus diesen Quellen schwankt. Um dies auszugleichen, wird ein innovativer Batteriespeicher installiert, der als schnell mobilisierbare Betriebsreserve dienen wird. Eine Überlastung des Stromnetzes wird so vermieden, Ausfälle und Schäden am Netz reduziert. Außerdem wurden die Stromnetze in neun Kreisstädten rehablilitiert, so dass Stromverluste minimiert werden. Ferner werden Prepaid-Stromzähler und intelligente Stromzähler installiert, was die Abrechnung erleichtert und den Bürgerinnen und Bürgern einen besseren Überblick über ihren Verbrauch gibt. Es wurden zusätzliche Haushalte ans Stromnetz angeschlossen.

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien im Senegal hat strategische Bedeutung, um die Abhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern zu verringern und letztlich die Stromkosten zu reduzieren. Außerdem leistet er einen Beitrag zur Dekarbonisierung und Einsparung von Treibhausgasemissionen.

Ein Strommast in der Wüste, daneben ein Baum
Das neue, große Solarkraftwerk in Diass speist Energie ins senegalesische Netz ein.

Wirkungen

Der Ausbau Erneuerbarer Energien und Energieeffizienzmaßnahmen sorgen für einen verbesserten Zugang zu Energie für breite Bevölkerungsgruppen. Dadurch erhöhen sich auch Einkommenschancen und Beschäftigung. Die Reduzierung von Stromausfällen duch die bessere Integration erneuerbarer Energien macht die Versorgung verlässlicher. Ein Ausweichen auf klimaschädliche Stromquellen wie Dieselgeneratoren wird vermieden. Die Vorhaben im Energiesektor tragen damit zu einer Minderung von CO2-Emissionen und damit zum internationalen Klimaschutz bei.

Eine Photovoltaikanlage mit 23 MW wurde südlich von Dakar in der Region Diass installiert. Ergänzt wird sie durch sieben dezentrale, ländliche Inselnetze mit kleinen Photovoltaik- und Hybridanlagen, die insgesamt eine Kapazität von 2 MW haben. Außerdem wurde in neun Städten das Stromnetz rehabilitert und zustätzliche Haushalte ans Stromnetz angeschlossen.

Zu der Erreichung dieser Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen leistet das Vorhaben einen Beitrag:

Kontakt

KfW Bankengruppe
Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank

Infrastruktur und Finanzsystementwicklung Westafrika

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