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Benin

Der Küstenstaat entfaltet seine Kräfte

Karte von Benin

Robustes Wirtschaftswachstum, beachtliche staatliche Investitionen – Weltbank und Internationaler Währungsfonds bescheinigen Benin eine gute Fiskalpolitik. Die Regierung versteht es, öffentlichen Einnahmen und Ausgaben geschickt zu managen und damit die konjunkturelle Entwicklung zu fördern. Beim Weltbank-Index für effizientes Regierungshandeln steht Benin in Westafrika auf Platz drei hinter Ruanda und Senegal. Die Regierung verfolgt seit 2016 eine ambitionierte Entwicklungs- und Reformagenda, und dies mit Erfolg: Die Weltbank klassifiziert Benin bereits seit 2020 als Land mit niedrigem mittlerem Einkommen.

Dennoch ist Armut weit verbreitet. Das Armutsgefälle verläuft zwischen Stadt und Land sowie von Süden nach Norden. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Konflikts verschärfen die Situation zusätzlich. Die Wirtschaft ist wenig diversifiziert. Sie ist abhängig vom Baumwollexport und dem Transithandel mit Nigeria sowie vom Hafen von Cotonou, der eine herausragende Bedeutung für die Wirtschaft des Landes hat. Die zentralen Herausforderungen liegen darin, Armut zu überwinden und ein wirtschaftliches Wachstum zu erreichen, an dem alle beteiligt sind. Hier gilt es vor allem, eine wirtschaftliche Transformation durch Digitalisierung voranzutreiben, Investitionen in die ökonomische und soziale Infrastruktur zu tätigen, Fachkräfte zu qualifizieren und gute Regierungsführung zu fördern.

Um diese Herausforderungen zu meistern, unterstützt die KfW Entwicklungsbank im Auftrag der Bundesregierung Benin in den folgenden drei entwicklungspolitischen Themenfeldern:

  • Frieden und gesellschaftlicher Zusammenhalt
  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Ausbildung und Beschäftigung
  • Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen

Die KfW finanziert die Ausstattung eines nationalen Datenzentrums sowie den Aufbau eines landesweiten IT-Netzwerks zwischen Ministerien, Behörden, Kommunen und dezentralen staatlichen Strukturen. Digital verfügbare Daten erleichtern auch die Arbeit des von der KfW unterstützten nationalen Kommunalentwicklungsfonds.

Die KfW finanziert außerdem Infrastrukturvorhaben im Bereich Wasser und Abwasser. Dadurch wird die Trinkwassergewinnung und -verteilung von zusätzlich 540.000 Menschen in städtischen und randstädtischen Gebieten gefördert. Eine KfW-finanzierte Anlage zur Behandlung von Klärschlamm verbessert die Hygiene von 300.000 Menschen und schützt das Meer und den Lac Nokoué vor Verunreinigungen.

Die Reform des Berufsbildungssystems sieht auch den Aufbau eines nachhaltigen Finanzierungsinstrumentes vor. Die KfW wirkt an dieser Entwicklung mit. Um den Privatsektor im ländlichen Raum und im Agrarsektor zu fördern, stellt sie darüber hinaus sowohl dem Genossenschafts-Dachverband „Faitière des Caisses d’Epargne et de Crédit Agricole Mutuel“ (FECECAM) als auch dem „Fonds National de Développement Agricole“ (FNDA) Mittel zur Verfügung.

Benin besitzt außerdem einen einzigartigen Naturreichtum. Zur Unterstützung des Pendjari-, Arly- und W-Nationalparks hat die KfW die Umweltstiftung „Fondation des Savanes Ouest Africaines“ (FSOA) ins Leben gerufen. Die aus den Zinserträgen des Stiftungskapitals erwirtschafteten Mittel kommen dem Management und Unterhalt der Parks zugute.

Die KfW Entwicklungsbank unterstützt Benin auf seinem Weg, eine nachhaltige Entwicklung zu verwirklichen, die weiten Teilen der Gesellschaft zugute kommt.

Projektinformation - Gute Regierungsführung

Kontakt vor Ort

KfW Office Cotonou

Direktor KfW-Büro: Dr. Günter Roos
B.P. 504
Cotonou
Benin

+229 21 31 01 07
Fax: +229 21 31 49 64

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