Wirtschaftlicher Wiederaufbau durch Beschäftigung und Wiederbelebung der lokalen Wirtschaft, Phase VII (VPT)
Ziel dieses SIGA-Vorhabens ist es, mittel- bis langfristige Einkommensmöglichkeiten für Binnenvertriebene, Rückkehrende und bedürftige Bewohnerinnen und Bewohner aufnehmender Gemeinden im Irak zu schaffen. Im Mittelpunkt des SIGA-Vorhabens stehen dabei Maßnahmen zur a) Verbesserung der Beschäftigungsbefähigung durch Berufsbildungstraining, On-the-job Training, Jobvermittlung, etc., über Individual Livelihoods Assistance (ILA) und den Graduation Approach (GA) sowie b) Betriebs- und Unternehmenserweiterungen mittels Zuschüssen an KMU durch den Enterprise Development Fund (EDF) und damit einhergehende Schaffung von direkten Arbeitsplätzen.
Das Vorhaben wird über die Sonderinitiative "Geflüchtete und Aufnahmeländer" finanziert und von der International Organization for Migration (lOM) umgesetzt.
Die Zielgruppe des Vorhabens sind irakische Binnenvertriebene, Rückkehrende sowie vulnerable Bewohnerinnen und Bewohner aufnehmender Gemeinden in den Governoraten Diyala, Salah al-Din, Bagdad, Ninewa, Anbar, Kirkuk, Dohuk, Erbil und Sulaymaniyah. Insgesamt sollen von den Maßnahmen rund 1.200 Personen direkt profitieren und 800 Arbeitsplätze geschaffen werden.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Ziel des Vorhabens ist es, einen Beitrag an der wirtschaftlichen Erholung des Iraks durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Wiederbelebung der Lebensgrundlagen von Binnenvertriebenen (IDPs), Rückkehrenden und Aufnahmegemeinden zu leisten. Die Aktivitäten im Vorhaben werden analog zu den Phasen I-VI entwickelt. Folgende Komponenten sind hierfür vorgesehen: (1) Unterstützung bei der Eröffnung/Expansion eines Kleinstunternehmens sowie kapazitätsbildende Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbefähigung (ILA - Individual Livelihoods Assistance, GA - Graduation Approach) sowie (2) Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) durch Zuschüsse aus dem Unternehmensentwicklungsfonds (Enterprise Development Fund - EDF). Das Vorhaben soll über einen Zeitraum von 24 Monaten in ausgewählten Kommunen der 9 Gouvernorate (Diyala, Salah al Din, Bagdad, Ninewa, Anbar, Kirkuk, Dohuk, Erbil und Sulaymania) im Irak umgesetzt werden. Gemäß KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie wurde das Projekt aufgrund der post-Konflikt-Umgebung in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet. Ein Environmental & Social Management Framework (ESMF) wurde bereits für das Vorhaben in früheren Phasen entwickelt, welches spezifische Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprozesse und Schutzinstrumente für die KfW-finanzierten Projektaktivitäten durch IOM enthält. Die vom ESMF festgelegten Prozesse und Anforderungen gelten weiterhin und dienen als Richtschnur für das E&S-Risikomanagement und den Sicherungsansatz des Projekts. Der ESMF wird erweitert, um eine stärker auf die EDF-Geschäftsbereiche zugeschnittene Methodik zur Risikobewertung zu ermöglichen und realistischere Lösungen für die ermittelten kritischen ESHS-Risiken zu bieten. Darüber hinaus wurde zwischen der KfW und IOM ein ESCP (Environmental & Social Commitment Plan) vereinbart, der die E&S-Schutzmaßnahmen und die notwendigen Schutzinstrumente vertraglich verbindlich festlegt.
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