Wiederaufbau des Gesundheitssystem III

Die Zentralafrikanische Republik ist eines der ärmsten Länder der Welt. Das Binnenland leidet seit Jahrzehnten unter zahlreichen gewaltsam ausgetragenen Konflikten und schwachen staatlichen Strukturen. Das vorliegende Vorhaben adressiert den besonders vulnerablen Gesundheitssektor und baut inhaltlich auf der ersten Phase "Wiederaufbau des Gesundheitssystems in der ZAR" auf.
Ziel des Vorhabens ist eine Steigerung der Nutzung qualitativ verbesserter Gesundheitsdienstleistungen durch die Zielgruppe, v.a. Frauen und Kinder, in der Projektregion. Die Instandsetzung und Ausstattung von Gesundheitseinrichtungen wird in Phase III im Projektgebiet auf weitere Standorte ausgeweitet. Gleichzeitig wird die Unterstützung der 16 in Phase I ausgewählten Einrichtungen fortgesetzt, um auf weiter bestehende Bedarfe zu reagieren und bisher Erreichtes zu sichern.
Die in den bisherigen Phasen geschaffene Ausbildungskapazitäten werden auch in Phase III genutzt, um bestehende Personal- und Qualifikationsengpässe in den Gesundheitseinrichtungen zu adressieren. Ergänzend werden weiterhin Maßnahmen zur Verbesserung des Zugangs zu Informationen und Produkten der Familienplanung im Projektgebiet durchgeführt.
Zielgruppe des Vorhabens ist die Bevölkerung in den Projektregionen, insbesondere Mütter, Kinder und Jugendliche. Projektgebiet ist die Gesundheitsregion 1, konkret die Präfekturen Lobaye und Ombella M'Poko. Das internationale und nationale Rote Kreuz/Rote Halbmond sind von der ZAR-Regierung mit der Umsetzung der Maßnahmen betraut.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Vorhaben wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet. Das Ziel des Vorhabens ist es, zur Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung beizutragen. Dazu werden Gesundheitseinrichtungen sowie deren Wasser- und Stromversorgung gebaut oder saniert, medizinische Grundausstattungen erworben und die Ausbildung des medizinischen Personals gefördert. Die mit dem Vorhaben verbundenen Risiken, beziehen sich hauptsächlich auf Umwelt- und Arbeitsschutzrisiken während des Baus und der Sanierung der Gesundheitseinrichtungen. Umweltrisiken ergeben sich potenziell während des Baus aufgrund fehlerhafter Entsorgung von Baustellenabfällen sowie durch mangelhaft gewartete Baugeräte welche zu Kontamination von Boden, Luft und Wasser führen können. Arbeitsschutzrisiken ergeben sich beispielsweise durch Arbeiten in Höhen und Arbeiten mit schwerem Gerät. Da die Arbeiten im laufenden Betrieb stattfinden, ergeben sich ebenfalls Gefährdungen für das Gesundheitspersonal, Patienten und die allgemeine Bevölkerung. Dies umfasst Staub- und Lärmbelästigungen sowie möglicherweise unzureichende Sicherungsmaßnahmen im Baustellenbereich. Diese Auswirkungen sind aller Voraussicht nach auf die Standorte der Gesundheitseinrichtungen beschränkt, reversibel und können durch Maßnahmen nach neuestem Stand der Technik vermieden und vermindert werden. Dazu wurde mit dem Träger in der vorherigen Phase vereinbart, dass ein Umwelt- und Sozialmanagementrahmenplan erstellt und umgesetzt werden muss. Der Rahmenplan wurde durch den Träger erstellt und wird umgesetzt. Er gibt vor, wie die Risiken an den einzelnen Standorten zu untersuchen sind und beinhaltet generische Maßnahmen um die negativen Auswirkungen zu vermeiden und vermindern. Die Maßnahmen müssen in die Ausschreibungsunterlagen für die Bauleistungen übernommen werden und durch die Bauträger umgesetzt werden. Über die mit den Bauarbeiten verbunden Risiken hinaus, muss darauf geachtet werden, dass durch das Vorhaben finanzierte medizinische Grundausstattung so weit wie möglich sachgerecht entsorgt wird. Zusätzlich wurde durch den Träger ein Beschwerdemechanismus bereitgestellt, der Anwohnern und Betroffenen die Möglichkeit gibt, zeitnah Bedenken zum Vorhaben zu äußern.

Land / Region / Institution Zentralafrikanische Republik
Nummer 36352
Schwerpunkt Friedensentwicklung und Krisenprävention
Sektor 12220 - Basisgesundheitsdienste
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 12,1 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner FÉDÉRATION INTERNATIONALE DES SOCIÉTÉS DE LA CROIX-ROUGE ET
Zuständige Abteilung Zentrales und südliches Afrika

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