WHO/UNICEF: Sofortmaßnahme COVID-19 im Libanon

Ziel des Vorhabens ist die Stärkung des libanesischen Gesundheitssektors in Anbetracht der COVID-19-Pandemie sowie das Verhindern einer weiteren Ausbreitung des Virus im Libanon. Dieses Ziel soll durch Trainingsmaßnahmen, zusätzliches Fachpersonal und Ausrüstung sowie durch die Übernahme von Behandlungskosten und die Finanzierung von Informationskampagnen erreicht werden.

Direkte Zielgruppe sind sowohl libanesische als auch nicht-libanesische Patient*innen und deren Angehörige sowie Beschäftigte im Gesundheitssektor. Dabei sollen die Maßnahmen insbesondere vulnerable Menschen (ohne Krankenversicherung und/ oder Möglichkeiten, die Behandlungskosten zu tragen, Einwohner vulnerabler Gemeinden mit einem hohen Anteil syrischer Flüchtlinge, etc.) unterstützen. Das Projekt soll die Resilienz der Zielgruppe inmitten der COVID-19-Pandemie stärken und ihren Zugang zu vertrauenswürdiger Information, notwendiger Schutzkleidung, Test- und Behandlungskapazitäten erleichtern.

Empfänger und Projektträger der FZ-Maßnahme ist die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die das Vorhaben in enger Zusammenarbeit mit dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) umsetzt.

Wesentliche Outputs:

WHO:
- Ausbau der Kapazitäten in Intensivstationen in 10 öffentlichen Krankenhäusern;
- Aufbau von vorgelagerten Zentren zur Ausweitung der Testkapazitäten und Behandlungsmöglichkeiten für milde Krankheitsverläufe (Ziel der Entlastung der Krankenhäuser);
- Übernahme der Behandlungskosten für mindestens 800 besonders vulnerable COVID-19-Patienten.

UNICEF:
- Beitrag zum Infektionsschutz in Haushalten, Kommunen und kommunalen Isolationszentren;
- Unterstützung dezentraler Gesundheitsstationen in der Behandlung von COVID-19-Fällen, bei gleichzeitiger Sicherung der grundlegendsten Gesundheitsversorgung (insbesondere: Impfungen, Vorsorge für Mütter und Neugeborene);
- Finanzierung einer landesweiten Informationskampagne

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Vorhaben wird von der WHO und UNICEF durchgeführt. Im Rahmen des Vorhabens werden landesweit verschiedene Maßnahmen zur Infektionsvermeidung umgesetzt. Zudem werden Behandlungskosten für vulnerable COVID-19 Patient/innen übernommen, Ausstattung für Krankenhäuser und Gesundheitsstationen beschafft sowie Kommunikationsmaterial erstellt. Zudem werden temporär Gehälter von zusätzlichem Gesundheitspersonal finanziert. Die Maßnahmen werden in bestehenden, öffentlichen Krankenhäusern und Gesundheitsstationen umgesetzt. Zudem werden, ebenfalls in Bestandsgebäuden, Isolationszentren eingerichtet. Risiken und mögliche negative Auswirkungen können sich in den Bereichen Arbeitssicherheit, Arbeitsbedingungen, öffentliche Sicherheit und "site management/medical waste management" iim Hinblick auf mögliche Ansteckungsrisiken ergeben. Diese werden durch die Umsetzung der durch WHO und UNICEF erarbeiteten allgemeinen Arbeitsschutzkonzepte sowie deren Richtlinien mit Blick auf COVID-19 mitigiert. Potenzielle negativen Auswirkungen oder Risiken sind in der Regel vorhersehbar, temporär und umkehrbar sowie im Wesentlichen auf die Standorte der Maßnahmen begrenzt und mit Standardmaßnahmen zu adressieren. Daher stufen wir das Vorhaben in die Umwelt- und Sozialrisiko-Kategorie B ein. Beschwerden können an den landesweit verfügbaren öffentliche Beschwerdemechanismen von UNICEF Libanon sowie direkt an die WHO und ihre Vertragspartner gerichtet werden.

Land / Region / Institution Libanon
Nummer 48191
Schwerpunkt Gesundheit
Sektor 12250 - Bekämpfung von Infektionskrankheiten
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 40,5 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner UNITED NATIONS CHILDREN'S FUND
Zuständige Abteilung Nahost, Afghanistan und Pakistan

Kontakt

Transparenz

Sollten noch Fragen offen gebieben sein, stehen wir gerne zur Verfügung: