Wasserversorgungs-/Abwasserentsorgungsprogramm für Gastgemeinden von Flüchtlingen - Phase IV (VPT III)

Das "Wasserversorgungs-/Abwasserentsorgungs-Programm in Gastgemeinden von Flüchtlingen - Phase III" im Libanon soll zur Verbesserung der Versorgung von aufnehmenden Gemeinden von syrischen Flüchtlingen mit Trinkwasser und zur Verbesserung der Siedlungshygiene beitragen. Zielgruppen sind die Bevölkerung von Gastgemeinden und die in den Gemeinden aufgenommenen Flüchtlinge. Durch das Vorhaben wird der erhöhte Druck auf die Wasserversorgungssysteme (Nutzung durch lokale Bevölkerung und Flüchtlinge) reduziert werden.

Das gesamte Programm (Phasen I-IV) hat ein Finanzierungsvolumen von 62,5 Mio. EUR, wovon 9,5 Mio. EUR aus Phase IV finanziert werden.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Vorhaben wird vom Beirut Mount Lebanon Water Establishment (Wasserversorger) durchgeführt. Das Ziel des FZ-Programms ist die Verbesserung des Zugangs der libanesischen Bevölkerung und der syrischen Flüchtlinge in ausgewählten Gastgemeinden zu unbedenklichem Trinkwasser und zu Abwasserdienstleistungen. Dadurch sollen die Lebensbedingungen verbessert und ein substanzieller Beitrag zur Reduzierung der Gesundheitsrisiken beider Gruppen geleistet werden. Nach derzeitigem Vorbereitungsstand, der sich im Rahmen der Detailplanung noch verändern kann, sind folgende Maßnahmen vorgesehen: Neubau, Erweiterung und Rehabilitierung von Reservoirs, Pumpstationen, Brunnen, Wasserzuführungsleitung sowie Verteilungsnetzwerken in verschiedenen Dörfern in der Greater Beirut Area. In der Planungsphase wird der Durchführungsconsultant ein Environmental and Social Impact Assessment (ESIA) durchführen und Maßnahmen zur Reduzierung von Risiken erarbeiten. Mögliche Risiken für die Umwelt und Anwohner*innen bei den Bauarbeiten betreffen unter anderem z.B. Staubentwicklung, Baulärm, Bauverkehr, unsachgemäße Entsorgung von Bauabfällen, Belästigung von Anwohner*innen durch Gerüche, Bodenerosion (bei Räumungs- und Aushubarbeiten), Kontamination von Böden und Grundwasser (durch Leckagen von Baufahrzeugen oder Verschattungen von Benzin oder Öl etc.). Besondere Sicherheits- und Gesundheitsrisiken für Arbeiter*innen ergeben sich beispielsweise bei Tiefbauarbeiten (Aushubarbeiten für Kanäle) sowie dem Umgang mit bzw. der Entsorgung von gesundheitsgefährdenden Abfallstoffen, u.a. bei Grabensicherungsmaßnahmen, Arbeit in Baugruben und ggf. dem Austausch evtl. asbesthaltiger Rohrleitungen. Die potenziellen negativen Auswirkungen oder Risiken sind meist vorhersehbar, temporär und umkehrbar sowie auf die Standorte der Maßnahmen begrenzt. Die Risiken sind mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen minderbar. Daher stufen wir das Vorhaben in die Umwelt- und Sozialrisiko-Kategorie B ein.

Land / Region / Institution Libanon
Nummer 40658
Schwerpunkt Wasser und Abfall
Sektor 14030 - Trinkwasser, Sanitär u Abwasser-Grundl Vers
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 9,5 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner BEIRUT AND MOUNT LEBANON WATER ESTABLISHEMENT (BMLWE)
Zuständige Abteilung Nahost, Afghanistan und Pakistan

Kontakt

Transparenz

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