Wasserressourcenmanagement und Sanitärversorgung in Mittelstädten

Der hohe Investitionsbedarf in Wasser- und Sanitärinfrastruktur in Sambia ist das Problem, das in diesem Projekt adressiert wird. Infolge der begrenzten Kapazitäten verfügbarer Wasserressourcen, des Bevölkerungswachstums, klimatischer Veränderungen sowie überalterter Wasserversorgungsinfrastruktur verschlechtert sich der Zugang zu einer angemessenen Wasserversorgung für die Bevölkerung im Zielgebiet stetig bzw. ist saisonal teilweise stark eingeschränkt. Daraus resultieren auch Gesundheitsrisiken.

In Zusammenarbeit mit dem sambischen Staat und der Southern Water and Sanitation Company (SWSC) zielt das Projekt auf die effiziente Nutzung verfügbarer Wasserressourcen, welche zu einem verbesserten Zugang zu hygienisch sicherem Trinkwasser beiträgt und damit die Klima-Resilienz der Zielgruppe stärkt. Die Bereitstellung nachhaltiger Lösungen der Sanitärversorgung tragen zum Schutz vorhandener Wasserressourcen bei und reduzieren die Gesundheitsrisiken der Bevölkerung ausgewählter Stadt- sowie Randgebiete Chomas.
Die Zielgruppe für Maßnahmen der effizienteren Nutzung vorhandener Wasserressourcen umfasst die gesamte Bevölkerung der Mittelstädte Choma und Livingstone. Die Zielgruppe für Sanitärmaßnahmen umfasst die überwiegend arme, benachteiligte Bevölkerung sowie Frauen und Mädchen ausgewählter Stadt- sowie Randgebiete Chomas.

Wesentliche Outputs sind beispielsweise:
1. Systeme der Trinkwasserproduktion in Choma und Livingstone sowie der effizienten Trinkwasserbehandlung und -verteilung in Choma sind ertüchtigt, eingerichtet, übergeben und in Betrieb gesetzt.
2. Die Sanitärversorgung für die ärmere Bevölkerung in ausgewählten Stadt- und Randgebieten sowie daran anknüpfend ein System zum Management der Fäkalschlammsammlung und -behandlung sind in Choma eingerichtet, übergeben und in Betrieb gesetzt.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Ziel des Vorhabens ist die nachhaltige Verbesserung des Zugangs zu Trinkwasser und Erhöhung der Resilienz der Zielgruppe unter Berücksichtigung der Auswirkungen des Klimawandels in Choma und Livingstone in Sambia . Das Vorhaben umfasst die Wiederherstellung der Designkapazitäten der Wasserversorgung in Choma, die Rehabilitierung der am Sambesi-Fluss gelegenen Pumpstation in Livingstone sowie die Entwicklung einer sicheren Sanitärversorgung in zwei Armutsgebieten der Stadt Choma. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist für das Vorhaben von einem mittleren U&S-Risiko auszugehen. Es wird entsprechend der Nachhaltigkeitsrichtlinie der KfW Entwicklungsbank in die USVP Kategorie: "B" (moderates Risiko) eingestuft. Potenziell geringe bis moderate negative Auswirkungen und Risiken auf Anwohner, Arbeitskräfte und natürliche Ressourcen können bei Bau und Betrieb der geplanten Maßnahmen nicht ausgeschlossen werden. Weitere negative Wirkungen könnten von Restprodukten der Abwasseraufbereitung ausgehen. Die Risiken werden jedoch mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen vermeid-, minder- bzw. bewältigbar sein. Hierfür werden aufgrund der nationalen Umweltgenehmigungsprozesse und der Nachhaltigkeitsrichtlinie der KfW Entwicklungsbank vertiefte Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfungen für die verschiedenen Vorhabenkomponenten durchgeführt. Es werden Umwelt- und Sozialmanagementpläne erarbeitet, die vom Projektträger verpflichtend umzusetzen sind. Ebenso werden das Verfahren zur Beteiligung der Öffentlichkeit bzw. der Projektbetroffenen und die Einrichtung eines an das Vorhaben angepassten Beschwerdeverfahrens für Projektbetroffene und ArbeiterInnen festgelegt.

Land / Region / Institution Sambia
Nummer 40592
Schwerpunkt Wasser und Abfall
Sektor 14021 - Wasserversorgung - große Systeme
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 22,3 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner SOUTHERN WATER AND SANITATION COMPANY LIMITED
Zuständige Abteilung Zentrales und südliches Afrika

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