Wasserressourcen-Management-Programm VII
Das FZ-Vorhaben baut auf den Vorgängervorhaben WRMP I-VI auf und ist grundsätzlich offen gestaltet. Es beinhaltet Komponenten zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung und -aufbereitung sowie Erschließung von Grundwasserressourcen. Maßnahmen zur Verbesserung der Abwasserentsorgung, zur Wasserwiederverwendung oder zum Ausbau des nationalen Wassertransportsystems sind derzeit nicht vorgesehen, könnten aber im Laufe der weiteren Vorbereitung der Investitionsmaßnahmen noch berücksichtigt werden. Zur Beseitigung von Schäden, die im Zuge der Covid-19 Krise an der Wasserversorgungsinfrastruktur entstanden sind, werden darüber hinaus dringend benötigte Ersatzteile für die jordanische Wasserbehörde beschafft.
Das FZ-Modul fügt sich in die Handlungsfelder "Siedlungswasserwirtschaft" und Anpassung an den Klimawandel" des EZ-Programms "Management von Wasserressourcen in Jordanien" ein.
Die Gesamtkosten von WRMP VII werden auf 50 Mio. EUR geschätzt. Das Vorhaben wird aus FZ-Mitteln mit einem zinsverbilligten Darlehen in Höhe von 50 Mio. EUR finanziert.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet und kann potenziell negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Die aus der Übernutzung der Wasserressourcen resultierende fortlaufende Absenkung des Grundwasserspiegels kann negative Auswirkungen auf den Erfolg der Maßnahme haben, da diese sich negativ auf die Bereitstellung von Trinkwasser an die Haushalte auswirken könnte. Die zu finanzierenden Maßnahmen werden diesem Risiko entgegenwirken (u.a. durch die Verringerung der Wasserverluste und durch Maßnahmen zur nachhaltigeren Bewirtschaftung von Brunnenfeldern). Weitere typische Umweltauswirkungen, die während der Bauphase des Projekts zu erwarten sind, betreffen z.B. die Lärmentwicklung und Verschlechterung der Luftqualität, sowie mögliche Auswirkungen auf die biologische Vielfalt wie den Verlust von Vegetationsfläche, Umweltverschmutzungen und mangelhafte Abfallentsorgung. Soziale Auswirkungen umfassen typischerweise die Gesundheit und Sicherheit der Anwohner, Auswirkungen im Zusammenhang mit Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sowie Arbeitsbedingungen. Um diese Auswirkungen zu erfassen, werden standortspezifische Umwelt- und Sozialverträglichkeitsstudien nach internationalen Standards durchgeführt. Im Rahmen dieser Studie werden die Betroffenen informiert, angehört und beteiligt. Mögliche negative Auswirkungen beschränken sich voraussichtlich auf den Bereich des jeweiligen direkten Projektgebietes und sind in den meisten Fällen reversibel. Sie werden auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren gemindert. Falls Landerwerb erforderlich sein sollte oder der Lebensunterhalt von Menschen durch Veränderung der Landnutzung gefährdet werden sollte, wird ein Landwererb- und Kompensationsplan erstellt werden. Falls in geringem Umfang Umsiedlungen erforderlich sein sollten, wird ein Umsiedlungsplan nach inernationalen Standards erstellt werden. Die Einführung eines Beschwerdemechanismus ist vorgesehen.
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