Waldschutz in Amazonien

Das Amazonasbiom hat eine globale Bedeutung für das Klima und den Erhalt der Artenvielfalt, ist aber gleichzeitig von Abholzung und nicht-nachhaltigen Nutzungsformen bedroht. Das Vorhaben "Waldschutz in Amazonien" zielt daher auf den Erhalt und die Wiederherstellung von Wäldern. Kern des Vorhabens ist die Umsetzung des Nationalen Plans für Soziobioökonomie als Teil der Bioökonomiestrategie Brasiliens. Die finanzierten Maßnahmen fördern nachhaltige und waldschützende Produktionsweisen der direkten Zielgruppe, die aus indigenen Völkern, traditionellen Gemeinschaften und nachhaltig wirtschaftenden Kleinbauern besteht.

Dabei verfolgt das Vorhaben einen ergebnisbasierten Finanzierungsansatz und wird ab 2026 über einen Zeitraum von vier Jahren mit Zuschussmitteln von bis zu 20 Millionen EUR umgesetzt. Die gemeinnützige Stiftung Fundação Amazônia Sustentável (FAS) mit Sitz in Manaus fungiert als Empfänger und Finanzagent mit technischer Beratungskompetenz, während das brasilianische Ministerium für Umwelt und Klimawandel (MMA) der politische Partner ist.

Die erwarteten Ergebnisse umfassen die Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit in den geförderten Soziobioökonomie-Zentren sowie die Stärkung der lokalen Gemeinschaften und deren Beitrag zum Waldschutz. In dieser Weise profitieren die im und vom Wald lebenden Bevölkerungsgruppen. Das Vorhaben leistet einen wichtigen Beitrag zum globalen Klima- und Biodiversitätsschutz und zur Erreichung der SDGs, insbesondere SDG 12 (Nachhaltige/r Konsum und Produktion), SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) und SDG 15 (Leben an Land).

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Vorhaben verfolgt einen ergebnisbasierten Finanzierungsansatz und fördert die Umsetzung des Nationalen Plans für Sozio-Bioökonomie in mindestens sechs Territorien im Amazonas-Biom. Konsortien werden über Wettbewerbe ausgewählt, um Maßnahmen zur Förderung der Zielgruppe (u.a. indigene Völker und traditionelle Gemeinschaften) umzusetzen. Das Projekt ist gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die E&S Risiko-Kategorie "B+" eingestuft. Dabei werden die Rechte und Interessen indigener Völker und traditioneller Gemeinschaften in den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zur Förderung der Sozio-Bioökonomie berücksichtigt. Es werden nachhaltige und waldschützende Produktionsweisen gefördert. Eigentumsrechte sind ein zentrales U&S-Thema in diesem Kontext. Kleinere Baumaßnahmen zur Verbesserung von Wertschöpfungsketten sind geplant, die als standardmäßige ESHS-Risiken geringen Ausmaßes gelten. Die Umsetzung in und um Naturschutzgebiete und der Einfluss organisierter Kriminalität auf Naturressourcen und Land werden ebenfalls als relevante Risiken betrachtet. Das brasilianische Umweltministerium als Projektträger und die Fundação Amazônia Sustentável (FAS) als Empfänger und Finanzagent mit technischer Beratungskompetenz werden sich über den projektspezifischen Beschwerdemechanismus und das Monitoring der Safeguards Implementierung der politischen Maßnahmen abstimmen. Die vorhandenen Kapazitäten der FAS als Umsetzer zielgruppenorientierter Maßnahmen im Amazonasgebiet werden bereits im Rahmen anderer KfW-Vorhaben durch den Aufbau einer Umwelt und Sozialrisikomanagement Systems ergänzt. Mit diesem Vorhaben werden diese Kapazitäten weiter gestärkt und umgesetzt.

Land / Region / Institution Brasilien
Nummer 49185
Schwerpunkt Umwelt und Klima
Sektor 41030 - Biodiversität
USV-Kategorie B+
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber Eigenbeitrag d. Landes/Own contribution of country
Deutscher Finanzierungsbeitrag 20 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner SECR. EXECUTIVA, DEP. DE POLIT ICAS PARA O COMBATO AO DESMATA
Zuständige Abteilung Lateinamerika und Karibik

Kontakt

Transparenz

Sollten noch Fragen offen gebieben sein, stehen wir gerne zur Verfügung: