Verbesserung der Pandemieprävention und One Health in der ECOWAS Region
Das FZ‑Vorhaben "Pandemieprävention und One Health in der ECOWAS‑Region" knüpft an das Vorhaben "Stärkung der epidemiologischen Dienste und Gesundheitssysteme in der ECOWAS‑Region (PROALAB)" Phase I und II an und erweitert es um eine Komponente zu vernachlässigten Tropenkrankheiten (NTDs) sowie um eine Gambia‑Komponente. Angesichts weiterhin begrenzter Leistungsfähigkeit der Gesundheitssysteme, sichtbar u. a. während Ebola und COVID‑19, trägt die Maßnahme zum Aufbau und zur Stärkung eines regionalen epidemiologischen Überwachungssystems und zur Bekämpfung von NTDs bei.
Das Vorhaben setzt sich aus drei Komponenten zusammen: (1) Fortführung der bedarfsorientierten Finanzierung von Ausstattung und Geräten für nationale und regionale Referenzlabore sowie Stärkung von Laborkompetenzen in Querschnittsbereichen (PROALAB Phase III); (2) antragsbasierte, bedarfsorientierte Finanzierung von Maßnahmen zur Kontrolle und Bekämpfung von NTDs im Einklang mit WHO‑Empfehlungen; (3) Stärkung des Gesundheitssystems in Gambia durch Bau und Ausstattung einer multifunktionalen chirurgischen Einheit am Farato Teaching Hospital sowie Entwicklung eines nationalen Koordinierungs‑ und Trackingsystems für Kranken‑ und Rettungswagen.
Die direkte Zielgruppe ist die Bevölkerung der ECOWAS‑Region, insbesondere arme, vulnerable und marginalisierte Gruppen mit eingeschränktem Zugang zu medizinischer Versorgung. Weitere Zielgruppen sind das Personal der ausgewählten Laboreinrichtungen, Forschende in der Region zu NTDs und One Health sowie medizinisches Fachpersonal in Gambia.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das FZ-Vorhaben "Pandemieprävention und One Health in der ECOWAS Region" wird anhand der vorliegenden Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung in die Kategorie B eingestuft und kann potenziell moderate negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Risiken bestehen hinsichtlich des unsachgemäßen Umgangs mit Laborproben und Laborabfällen und der daraus folgenden, potenziellen Kontaminierung der Bevölkerung und Umwelt. Um dies zu verhindern, ist die Schulung des Personals und eine angemessene Ausstattung der Labore unverzichtbar. Kontrollen zur Einhaltung von Richtlinien und Vorschriften erfolgen teilweise im Rahmen der SLIPTA-Zertifizierung. Weitere Verantwortlichkeiten bezüglich der Überprüfung zur Einhaltung weiterer Vorschriften liegen beim Durchführungsconsultant. Geringe bis moderate Risiken durch kleinere Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen der Labore werden durch geeignete Vereinbarungen in den Bauverträgen minimiert. Obwohl sich die negativen Auswirkungen auf den Bereich des direkten Projektgebietes beschränken und in den meisten Fällen temporär und/oder reversibel sind, erfordern sie eine Minderung auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren. Um die Umwelt- und Sozialrisiken zu managen wird der Projektträger verpflichtet ein Rahmenwerk für das Umwelt- und Sozialmanagement zu erstellen und umzusetzen. Um zu regeln, wie Interessensgruppen und Betroffene während der Planungs- und Umsetzungsphase des jeweiligen Projekts informiert und einbezogen werden, werden Beteiligungspläne erstellt und umgesetzt. Außerdem wird ein transparenter, zugänglicher und kulturell angepasster Beschwerdemechanismus auf Projektebene für Arbeiter und andere vom Programm betroffene Personen eingeführt und umgesetzt.
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