Verbesserung der Mutter-Kind-Versorgung im urbanen Bereich - Paropakar Geburts- und Frauenklinik Kathmandu

Ziel des Moduls ist ein verbesserter Zugang zu und eine verstärkte Inanspruchnahme von qualitativer medizinischer Versorgung von Schwangeren und Neugeborenen in den ausgewählten Satellitenkrankenhäusern im Kathmandu Tal, bei gleichzeitiger Entlastung und Spezialisierung des Paropakar Maternity and Women's Hospital (Paropakar) Kathmandu. Ebenso zielt das Modul auf die Stärkung der Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle der Frauen in den Bereichen Führung, Management, Leistungserbringung und Nutzergruppen im Einzugsgebiet der Satellitenkrankenhäuser ab. Empfänger ist die Regierung der Demokratischen Bundesrepublik Nepal. Projektträger ist neben dem nepalesischen Gesundheitsministerium Paropakar in Kathmandu. Direkte Zielgruppe ist die im Kathmandu Tal lebende Bevölkerung, insbesondere Frauen und Kinder. Die Projektmaßnahmen umfassen den Neubau eines Satellitenkrankenhauses in Tarakeshwor, im Nordwesten des Kathmandu Tals. Die Lage des Satellitenkrankenhauses ist in der unmittelbaren Peripherie des Kathmandu Tals, um Paropakar von hauptsächlich normal verlaufenden und risikoarmen Geburten zu entlasten und bestehende Engpässe bei der Mutter-Kind-Versorgung zu entzerren. Über das Vorhaben soll auch notwendige medizinische Ausstattung sowie die digitale Anbindung und Vernetzung zwischen Paropakar und dem Satellitenkrankenhaus finanziert werden. Ebenso werden Maßnahmen zur Förderung der Energieeffizienz umgesetzt. Flankierend ist über eine Begleitmaßnahme das Training von leitendem und ausführendem Personal des Projektträgers (Paropakar und Satellitenkrankenhäuser) geplant, vor allem in Management, Umgang, Betrieb und Wartung finanzierter Maßnahmen und Umwelt- und Sozialstandards.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" (moderates Risiko) eingestuft und könnte potenzielle negative Auswirkungen und Risiken auf Umwelt- und soziale Belange ausgehen, die in der Regel reversibel und lokal begrenzt sind und mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen gemindert werden können. Typische potenzielle Umwelt- und Sozialauswirkungen, die während der Bauphase des Projekts zu erwarten sind, betreffen z.B. die Vegetationsräumung, Lärmentwicklung, Verschlechterung der Luft- und Wasserqualität, sowie Umweltverschmutzung und Anfall von Abfällen usw. Soziale Auswirkungen umfassen typischerweise die Gesundheit und Sicherheit der Gemeinde (z.B. Straßenverkehr), Auswirkungen im Zusammenhang mit Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sowie Arbeitsbedingungen. Kein Grunderwerb, sowie physische oder wirtschaftliche Umsiedlung und Verlust von Lebensgrundlagen sind zu erwarten. In der Betriebsphase der Kliniken ist mit dem Anfall von medizinischen und/oder infektiösen Abfällen und Abwässern zu rechnen. Obwohl diese Auswirkungen lokal beschränkt und in den meisten Fällen reversibel sind, erfordern sie eine Minderung auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren. Diese werden mit Hilfe eines projektspezifischen Umwelt- und Sozialmanagementplans (Environmental and Social Management Plan - ESMP) umgesetzt und überwacht. Dies beinhaltet über die Minderungsmaßnahmen während der Bauarbeiten hinaus auch die Einbeziehung von Interessengruppen und die Einführung eines Beschwerdemechanismus für Arbeiter*innen und andere vom Projekt betroffene oder interessierte Menschen sowie Maßnahmen für die Sortierung, die Sammlung, den Transport, sowie das Management und die endgültige Entsorgung von medizinischen Abfällen. Die Verantwortung für die Umsetzung dieser Maßnahmen während des Baus liegt beim Projektträger und dem/den Bauunternehmen.

Land / Region / Institution Nepal
Nummer 40174
Schwerpunkt Gesundheit
Sektor 13020 - Förderung reproduktiver Gesundheit
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 8,3 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner PAROPAKAR MATERNITY AND WOMEN'S HOSPITAL, MINISTRY OF HEALTH AND POPULATION
Zuständige Abteilung Asien

Kontakt

Transparenz

Sollten noch Fragen offen gebieben sein, stehen wir gerne zur Verfügung: