Verbesserung der Lebensbedingungen von Flüchtlingen und aufnehmenden Gemeinden, UNICEF Syrien, Krisenprogramm Wasser V

"UNICEF Syrien, Krisenprogramm Wasser V" schließt sich an die Vorhaben "UNICEF, Syrien Krisenprogramm Wasser I" (BMZ Nr. 2015 41 127), "UNICEF, Syrien Krisenprogramm Wasser II" (BMZ Nr. 2016 41 042), "UNICEF, Syrien Krisenprogramm Wasser III" (BMZ Nr. 2017 41 073) und "UNICEF, Syrien Krisenprogramm Wasser IV" (BMZ Nr. 2019 41 137) an.

Eine Verringerung der Fluchtursachen auch innerhalb Syriens ist von großer Bedeutung, um die Flüchtlingsströme in die benachbarten Staaten zu begrenzen und die zusätzlichen Bedarfe der aufnehmenden Gemeinden innerhalb Syriens zu bedienen sowie Möglichkeiten für die Rückkehr der intern Vertriebenen zu schaffen. Zentral hierfür ist die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Etwa 70 % der Gesamtbevölkerung in Syrien hat keinen Zugang zu einer sicheren Wasserversorgung. Zerstörte oder beschädigte Wasser- und Abwasserinfrastruktur fördert die Ausbreitung wasserbezogener Krankheiten wie akuter Diarrhoe und Atemwegsinfektionen. Ein großes Problem für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung ist der gravierende Fachkräftemangel. Es fehlt qualifiziertes Personal für die Instandhaltung und den Betrieb der Wasser- und Abwasserinfrastruktur.

Im Rahmen des Krisenprogramms Wasser V sollen mittelfristig wirksame Maßnahmen umgesetzt sowie die Resilienz der Wasser- und Abwasserinfrastruktur gestärkt werden, insbesondere durch Rehabilitierung und Instandsetzung dieser Infrastruktur. Finanzierungsempfänger und Träger des Vorhabens ist UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen.

Über das Programm können Maßnahmen in ganz Syrien ("Whole of Syria Approach") gefördert werden. Im Krisenprogramm Wasser V soll im Bereich Wasser und Abwasser bestehende Versorgungs- und Entsorgungsinfrastruktur rehabilitiert und Ausrüstungsgegenstände (Pumpen, Generatoren, Rohre, Zubehör) beschafft werden.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Vorhaben wurde mit der U&S Risikokategorie B bewertet, das heißt überschaubare potenzielle negative Auswirkungen oder Risiken, die in der Regel auf den Standort des Vorhabens begrenzt und mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen minderbar sind. Eine Kategorisierung in C wäre nicht fachgerecht, da schwere Baumaschinen bei der Implementierung verwendet werden. (1) Arbeitssicherheit allgemein Mit UNICEF wurde im Rahmen der Prüfung des Vorhabens vereinbart, dass entsprechende Aspekte eine hohe Relevanz in der Implementierung haben und dass entsprechende Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit in den Bauverträgen integriert sein müssen und durch UNICEF kontrolliert werden. Entsprechende Aspekte sind darüber hinaus Bestandteil der UNICEF- Berichterstattung und werden außerdem durch einen unabhängigen, von der KfW beauftragten Experten überprüft. (2) Baugräben bei Tiefbauarbeiten Die Berücksichtigung entsprechender Risiken wird Teil der entsprechenden ESMP's sein. Die Festlegungen der ESMP's werden Bestandteil der Ausschreibungen und somit auch der Bauverträge sein. Hierdurch sind entsprechende Maßnahmen für das ausgewählte Bauunternehmen verpflichtend. (3) Nachhaltigkeit bei der Rehabilitierung von Brunnen Vor Auswahl einer entsprechenden Maßnahme zur Rehabilitierung von Brunnen (zumeist nur der Austausch der Pumpe) werden Nachhaltigkeitsaspekte durch UNICEF untersucht, also insbesondere, inwieweit ein nachhaltiger Betrieb im Hinblick auf Wassermenge und -qualität möglich ist.

Land / Region / Institution Arabische Republik Syrien
Nummer 47689
Schwerpunkt Wasser und Abfall
Sektor 14020 - Wasser-, Sanitärver. und Abwassermanagement
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 10 Mio. EUR
Status abgeschlossen
Auftraggeber BMZ
Projektpartner UNITED NATIONS CHILDREN'S FUND
Zuständige Abteilung Nahost, Afghanistan und Pakistan

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