Verbesserte WASH-Einrichtungen sowie Kinder- und Jugendschutz in Rohingya-Camps und Gastgemeinden

Fast 1 Mio. Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar leben in 33 überfüllten Camps in Cox's Bazar, einem der ohnehin ärmsten und am meisten durch Naturkatastrophen bedrohten Distrikte Bangladeschs. Sowohl ihr Zugang zu qualitativ hochwertigen WASH-Leistungen und als auch der Kinder- und Jugendschutz sind weiterhin mangelhaft.

Das Vorhaben fördert die allgemeine Gesundheit, das Wohlergehen, die Resilienz sowie den Schutz vor Gewalt und Vernachlässigung der Rohingya-Flüchtlinge in den Camps und der vulnerablen Menschen in der angrenzenden Gastgemeinden.

Zu den Projektzielen gehört zum einen, der Zielgruppe einen gerechten, inklusiven und hygienischen Zugang zu einer Wasser- und Sanitärversorgung zu ermöglichen (Komponente 1: WASH). Zum anderen sollen Kinder und Jugendliche durch einen gerechten und inklusiven Zugang zu qualitativ hochwertigen Angeboten des Kinderschutzes besser vor allen Formen von Gewalt, Ausbeutung und Vernachlässigung geschützt werden und dabei von einem gestärkten Umfeld profitieren (Komponente 2: Kinder- und Jugendschutz). Ein Hauptziel dieses Vorhabens mit maßgeblichem Einfluss auf die Projektgestaltung ist die Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter.

Wesentliche Maßnahmen zur Zielerreichung sind unter anderem der Bau, Aufrüstung und Instandhaltung zusätzlicher Wasserversorgungsnetze, Latrinen und Anlagen zur Fäkalschlammbehandlung, die Beschaffung und Verteilung von Menstrualhygiene-Kits (Komponente 1), die Errichtung von elf zusätzlichen und der Ausbau 15 bestehender Mehrzweckzentren, individuelle Fallbetreuung für 6.000 junge Gewaltopfer, die Ausbildung jugendlicher "Social Change Agents" innerhalb der Gemeinschaft sowie die Sensibilisierung und Mobilisierung der Gemeinden hinsichtlich der Bekämpfung schädlicher und diskriminierender sozialer Normen und Praktiken (Komponente 2).

Das Vorhaben wird von UNICEF in Cox's Bazar umgesetzt. Zielgruppe sind aus Myanmar geflohene Rohingya und BewohnerInnen der Gastgemeinden.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet. Für die zwei unter dem Projekt geplanten Komponenten ergeben sich vorrangig baubedingte Umwelt- und Sozialrisiken, z.B. Lärm- und Staubentwicklung, Anfall von Abfällen und unbeabsichtigte Verunreinigung der Umwelt durch diese. Mögliche soziale Auswirkungen betreffen Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen sowie die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Dabei handelt es sich um moderate Risiken, die i.d.R. vorhersehbar, temporär und umkehrbar, auf den Standort des Vorhabens begrenzt und mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen vermeidbar oder minderbar sind. Dies wird durch die Umsetzung und deren Überwachung eines projektspezifischen Umwelt- und Sozialmanagementplans für jede Komponente sichergestellt und beinhaltet u.a. auch einen Beschwerdemechanismus für ArbeiterInnen und andere vom Projekt betroffene Menschen.

Land / Region / Institution Bangladesch
Nummer 56027
Schwerpunkt Sonstige
Sektor 15180 - Überwindung der Gewalt gg. Frauen u. Mädch.
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 20 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner UNITED NATIONS CHILDREN'S FUND
Zuständige Abteilung Nahost, Afghanistan und Pakistan

Kontakt

Transparenz

Sollten noch Fragen offen gebieben sein, stehen wir gerne zur Verfügung: