Urban Water Catalyst Initiative
Ziel des Vorhabens ist es, die betriebliche und finanzielle Leistungsfähigkeit von Wasserversorgungs- und Abwasserunternehmen (WVU) und ihren Zugang zu nachhaltiger Finanzierung für Investitionen in klimaresiliente und sozial inklusive Trinkwasser- und Sanitärinfrastruktur sowie zur Verbesserung der Dienstleistungen für die Bevölkerung in den Versorgungsgebieten zu erhöhen. Entwicklungspolitisch trägt sie vor allem zur Erreichung von SDGs 6, 11 sowie 13 bei und mobilisiert zusätzliches öffentliches und privates Kapital für die Umsetzung der Agenda 2030.
Die UWCI Turnaround Facility, wird in enger Kooperation mit der GIZ, dem niederländischen Betreiberpartnerschafts-Programm WaterWorX sowie weiteren Gebern vorbereitet und umgesetzt. Ziel der Förderung ist, neben einer Stärkung der sozial inklusiven und qualitativ hochwertigen Wasser- und Sanitärversorgung, die Verbesserung der Kreditwürdigkeit der WVU, sodass diese in der Lage sind nach Abschluss des Programms auf zusätzliche öffentliche und kommerzielle Finanzierungsquellen zuzugreifen.
Zu diesem Zweck führt die Fazilität weltweit wettbewerbliche Auswahlprozesse auf Bewerbungsbasis durch und bietet ausgewählten, reformbereiten WVU strategische Managementberatung (Frühphase); und integrierte finanzielle und technische Unterstützung, um ihre Leistungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit zu erhöhen (TA-Phase); Finanzierung von Schlüsselmaßnahmen für Effizienzsteigerungen (Operational Finance Phase); sowie Unterstützung bei der Vorbereitung von Anschlussfinanzierungen. Der Förderprozess ist leistungsbasiert ausgestaltet, sodass die WVU zur Graduierung in die nächste Förderphase die jeweils mit der Fazilität vereinbarten Ziele erreichen müssen.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Die UWCI Turnaround Facility wird der Umwelt und Sozialrisikokategorie FI/B+ zugeordnet. Für die geplanten Förderungen im Wassersektor werden grundsätzlich moderate Risiken erwartet, da aber für die neu zu gründende Fazilität ein neues und angepasstes Umwelt- und Sozialmanagementsystem (ESMS) entwickelt werden muss, werden die Risiken bei der indirekten Finanzierung gegenwärtig noch als erheblich eingestuft. Die wesentlichen Risiken werden bei den fehlenden Umwelt- und Sozialkapazitäten der begünstigten (Ab-)Wasserversorger gesehen, sowie beim Gesundheitsschutz und der Sicherheit der Angestellten sowie der umliegenden Bevölkerung. Für die erste Phase, in der die Zuschussfazilität ihren Fokus auf die Auswahl und Frühphasenförderung und weitergehende Beratungsleistungen / Finanzierungen der begünstigten WVU legen wird, wird im Rahmen der Fazilitätsgründung ein ESMS erstellt und dessen Umsetzung fest in den Fazilitätsstrukturen verankert. Der Fokus wird auf der Prüfung und Verbesserung der umwelt- und sozialverträglichen Unternehmensführung der Begünstigten liegen, um die späteren Anforderungen an die Kreditvergabe der Darlehens- und Garantiefazilität oder auch anderer Finanzierer nach internationalen U&S-Standards zu entsprechen. Hierfür werden die Anforderungen an das ESMS nochmal neu definiert werden, weil sich dann der Fokus auf Unternehmensfinanzierungen im Bereich der Infrastruktur verschieben wird. Neben der Einführung und der Umsetzung des ESMS ist auch die Einrichtung eines Beschwerdemechanismus und die Einhaltung der Ausschlusslisten der KfW Entwicklungsbank sowie eine regelmäßige Berichterstattung vorgesehen.
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