Unterstützung des Transitionsprozesses über den Multi-Partner Fonds STARS in Sudan II
Das Vorhaben betrifft die Kofinanzierung des Weltbank-verwalteten Multi-Partner Fonds STARS ("Sudan Transition and Recovery Support"). Das ursprünglich formulierte Ziel des STARS und damit auch des Vorhabens ist die Unterstützung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transitionsprozesses. Der politische Transitionsprozess ist derzeit ausgesetzt. Die Themenfelder des STARS sind breit angelegt und ermöglichen Flexibilität in der Anpassung von Programmen an sich verändernde politische Rahmenbedingungen.
Derzeit konzentriert sich der STARS auf regierungsfern umgesetzte Maßnahmen, mit denen die unmittelbaren sozialen Härten, die aus den multiplen Krisen resultieren, abgemildert und die längerfristige Resilienz der Bevölkerung gestärkt werden soll. Im Fokus stehen multisektorale Programme zum Aufbau von Resilienz auf Gemeindeebene, die zur Erholung und Verbesserung von Dienstleistungen und Lebensgrundlagen beitragen.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt fällt unter die USVP-Kategorie "B+". Im Bereich der sozialen Risiken wird das Projekt als "hoch" eingestuft, vor allem aufgrund der kontextuellen Herausforderungen und der begrenzten lokalen Kapazitäten. In Bezug auf die Umwelt sind die Risiken "moderat", da hauptsächlich kleine lokale Maßnahmen mit begrenzten potenziellen negativen Auswirkungen finanziert werden. Es besteht jedoch die Möglichkeit negativer Auswirkungen, wenn keine soliden Umweltpraktiken befolgt werden. Das Projekt birgt demnach insgesamt hohe Risiken sowohl für die Umwelt als auch für die sozialen Systeme. Dazu gehören mögliche soziale Spannungen aufgrund von Konfliktsituationen, bestehenden Spannungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen und Auseinandersetzungen zwischen Militär und Zivilbevölkerung. Innerhalb des Projektes werden gemeindebasierte Organisationen und lokale Institutionen eingebunden. Der Fokus liegt auf der Einbindung des Community Development Committee, der Priorisierung gefährdeter Gruppen wie Frauen und Untersuchungen zur partizipatorischen Ermittlung der Bedürfnisse und Bestrebungen der Gemeinschaft. Um die Risiken zu minimieren, sieht das Projekt Sicherheitsrisikobewertungen, eine enge Überwachung der Durchführungspartner, transparente Treuhandverfahren und eine institutionalisierte Projektkoordination vor. Die Umsetzung der Projektmaßnahmen wird von Organisationen der Vereinten Nationen (VN) übernommen, während die Weltbank das Monitoring der Safeguards-Anwendung im Projekt durchführt. Im Laufe der Zeit soll Monitoring-Verantwortung an lokale Stellen übertragen werden. Ein lokaler Beschwerdemechanismus wird durch die VN eingerichtet und durch die VN überwacht.
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