Unterstützung des nat. Programms zur nachhalt. Kleinbewässerungslandwirtschaft-Sofortmaßn.Ernährungssicherung Ernte 2014

Die Landwirtschaft trägt in Mali gut ein Drittel zum Bruttoinlandsprodukt bei und stellt in ländlichen Regionen bis zu Dreiviertel der Arbeitsplätze. Auch aufgrund seiner hohen Bedeutung für die Nahrungssicherung stellt der Primärsektor den sozioökonomischen Grundpfeiler der malischen Gesellschaft dar. Durch die seit Anfang 2012 herrschende Krise des Landes sind große Teile der landwirtschaftlich tätigen Bevölkerung im Norden auf der Flucht. Zusätzlich gefährdet die anhaltende Trockenheit die anstehende Erntekampagne 2013/ 2014. Um einem Ernteausfall entgegenzuwirken und die Grundlagen für kommende Erntekampagnen vor dem Hintergrund der prekären Lebensverhältnisse auszuweiten, ist der Bau und die Inwertsetzung von Bewässerungsperimetern sowie von Kleinstaudämmen im Norden Malis vorgesehen.

Die Deutsche EZ ist im Norden Malis seit ca. 20 Jahren tätig und hat seit dem alleine im Binnendelta knapp 60.000 Hektar für die landwirtschaftliche Bewässerung erschlossen. Die langjährig erprobten Umsetzungsstrukturen sind trotz des Bürgerkriegs noch funktional. Die Fortsetzung des bewährten und einzigen noch verbleibenden Ansatzes zur landwirtschaftlichen Unterstützung der Bevölkerung soll der Überbrückung einer zeitlichen Finanzierungslücke dienen, bevor neue FZ- und Mandatsmittel verfügbar werden.

Ziel des Eilvorhabens ist ein umgehender Beitrag zu verbesserten Lebensbedingungen der Bevölkerung im Norden Malis. Die Wirkung soll vor allem über die landwirtschaftliche Produktionssteigerung gemessen werden. Zur unmittelbaren Einkommenssteigerung trägt der partizipative Food-for-Work Ansatz bei. Mittelfristig erhöht die landwirtschaftliche Produktion auf den Bewässerungsflächen die Nahrungssicherheit. Darüber hinaus sollen die Maßnahmen für die geflüchtete Bevölkerung einen Anreiz darstellen, in ihre Heimatregion zurückzukehren und somit zur Stabilität der Region beitragen. Zielgruppe ist die ländliche Bevölkerung im Norden Malis, die in Folge der Bedrohung durch islamistische Rebellen z.T. flüchten musste.

Die Gesamtkosten belaufen sich für den Zeitraum von einem Jahr auf rd. 5,65 Mio. EUR, davon entfallen rd. 70 % auf das Binnendelta und rd. 30 % auf das Dogonland. Aus FZ-Mitteln sollen 5,0 Mio. EUR finanziert werden. Der Eigenbeitrag wird mit 0,65 Mio. EUR veranschlagt.

Land / Region / Institution Mali
Nummer 28836
Schwerpunkt Ernährung und Landwirtschaft
Sektor 43040 - Ländliche Entwicklung
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber Canadian International Development Agency (CIDA)
Deutscher Finanzierungsbeitrag 4,627 Mio. EUR
Status abgeschlossen
Auftraggeber BMZ
Projektpartner MINISTÈRE DE L'AGRICULTURE
Zuständige Abteilung Nordafrika und Sahel

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