Unterstützung des libanesischen Bildungsprogramms "Reaching all Children with Education" (RACE II) Phase VIII
Ziel des Moduls ist die Verbesserung des Zugangs von libanesischen und nicht-libanesischen Kindern zu formaler Schulbildung. Die bereitgestellten Mittel sollen für die Finanzierung von Schulgebühren im Schuljahr 2019/2020 verwendet werden. Darüber hinaus soll durch gezielte Weiterbildungsmaßnahen für schulische Lehr- und Fachkräfte ein Beitrag für eine inklusive, kin-derfreundliche Lernumgebung an Schulen und somit der Reduzierung nicht-finanzieller Zu-gangsbarrieren geleistet werden.
Die Zielgruppe, die durch den deutschen Beitrag im Bereich Schulgebührenfinanzierung im Schuljahr 2019/20 erreicht wird, umfasst libanesische und nicht-libanesische Kinder im schul-pflichtigen Alter. Zudem profitieren durch den deutschen Beitrag im Bereich "Verbesserte Quali-tät der Bildungsleistungen" (RACE Säule II) Lehrkräfte von gezielten Weiterbildungsmaßnahmen. Aus dem Finanzierungsbeitrag wird zudem der Einsatz von schulischen Fachkräften bspw. in den Bereichen gesundheitliche und soziale Betreuung der Schüler/innen finanziert. Darüber hin-aus werden Schulrehabilitierungsmaßnahmen an 15 öffentlichen Schulen durchgeführt. Da es im Rahmen der Maßnahme zu Wechselkurseinsparungen kam, wird zudem IT-Anbindungsmaßnahmen für Schulen, ein Learning Recovery Programm sowie die Beschaffung von Hygienematerialien finanziert.
Mit der Umsetzung wird UNICEF beauftragt und stellt in diesem Fall sowohl Empfänger als auch Projektträger der Maßnahme dar. UNICEF arbeitet im Rahmen des Vorhabens eng mit dem libanesischen Bildungsministerium zusammen.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben wird durch UNICEF als Empfänger und Projektträger umgesetzt. UNICEF arbeitet in der Projektumsetzung eng mit dem libanesischen Bildungsministerium zusammen. Der Hauptfokus des Vorhabens liegt auf der Finanzierung von Schulgebühren für libanesische und nicht-libanesische Kinder im Libanon. Zudem wird die Ausbildung von schulischem Lehr- und Fachpersonal finanziert. Im Rahmen einer Nebenkomponente (<10% der Gesamtzusage) werden Rehabilitierungsarbeiten in rd. 15 bestehenden öffentlichen Schulen finanziert. Negative Umwelt- und Sozialauswirkungen können sich potentiell aus Sicherheits- und Gesundheitsrisiken für Arbeiter/innen in den Bereichen Arbeitssicherheit (bspw. beispielsweise bei Hoch- und Tiefbauarbeiten, dem Umgang mit gesundheitsgefährdenden Abfallstoffen) sowie im Hinblick auf Arbeitsbedingungen ergeben. Für Anwohner wiederum können sich durch bauliche Beeinträchtigungen (bspw. Lärm, Staub, Baustellenverkehr) Risiken ergeben. Leckagen bei Baugeräten, Verunreinigungen durch unkontrollierte Versickerung von Schadstoffen in Grund- und Oberflächenwasser, schadhafte Ausgasungen sowie die nicht umweltgerechte Entsorgung von Baustellenabfall können zudem zu ökologischen Schäden führen. Potenzielle negativen Auswirkungen oder Risiken sind in der Regel vorhersehbar, temporär sowie im Wesentlichen auf die Standorte der Maßnahmen begrenzt und mit Standardmaßnahmen zu adressieren. Daher stufen wir das Vorhaben in die Umwelt- und Sozialrisiko-Kategorie B ein. Beschwerden können an den landesweit verfügbaren öffentlichen Beschwerdemechanismus von UNICEF Libanon sowie direkt an die mit den Baumaßnahmen beauftragten Unternehmen gerichtet werden.
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