Unterstützung des integrierten und partizipativen Managements der Waldlandschaft von Grand Mbam (AGIPaF)
Ziel des Vorhabens ist es, dass die Waldlandschaft von Grand Mbam von lokalen Akteuren nachhaltig bewirtschaftet und geschützt wird. So soll die Integrität der Schutzgebiete wie auch andere erhaltenswerte Wälder in der Region Grand Mbam geschützt bleiben. Die Anrainerbevölkerung soll in die nachhaltige Bewirtschaftung der Waldlandschaft eingebunden werden und wirtschaftlich von den Schutzgebieten und den natürlichen Ressourcen profitieren. An positiven Wirkungen auf die globalen Güter "Biodiversität" und "Klima" besteht weltweites Interesse. Hierfür engagiert sich Kamerun u.a. auch im Rahmen der Zentralafrikanischen Forstinitiative CAFI, was dieses Vorhaben flankieren soll.
Die Maßnahmen betreffen vor allem die Unterstützung des partizipativen und integrierten Landschaftsmanagements mit Fokus auf die verbleibenden Waldgebiete und eine verbesserte Überwachung und verstärkte Durchsetzung der geltenden Nutzungsregeln, die Umsetzung von sozio-ökonomischen Infrastruktur n in den Interventionszonen und die Förderung von einkommensschaffenden Maßnahmen für die lokale Bevölkerung. Die Zielgruppe des Vorhabens ist die im Umland der Schutzgebiete, der Forstkonzessionen sowie der Gemeinde- und Dorfwälder lebende Bevölkerung sowie die beteiligten staatlichen Akteure.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B+" eingeordnet und ist mit erhöhten sozialen Risiken sowie leichten bis moderaten Umwelt- und Arbeitssicherheitsrisiken verbunden. Die sozialen Auswirkungen beziehen sich insbesondere auf die möglichen Nutzungseinschränkungen der Anrainerbevölkerung in und um die Schutzgebiete. Insgesamt soll der partizipative Projektansatz vor allem die sozialen Risiken mittigeren und eine entsprechende Einbeziehung der lokalen Gemeinden, sowie indigene Bevölkerung, in die nachhaltige Ressourcennutzung sicherstellen. Einkommensschaffende Maßnahmen sollen dazu mögliche Nutzungseinschränkungen kompensieren. Um die sozialen Auswirkungen angemessen adressieren zu können, soll durch den Träger ein institutionalisierter und formalisierter Beschwerdemechanismus für die Anrainerbevölkerung erstellt werden. Dies soll ihnen die Möglichkeit geben Zweifel, Vorkommnisse und auch Verbesserungsvorschläge zu melden. Durch Patrouillen und Rechtsdurchsetzung in den Schutzgebieten können sich Sicherheits- und Menschenrechtsrisiken ergeben, die durch entsprechende Maßnahmen wie Menschenrechtstrainings und durch einen unabhängigen Beschwerdemechanismus mitigiert werden sollen. Leichte bis moderate Umweltrisken ergeben sich beim Bau der Infrastrukturen sowie bei landwirtschaftlichen Aktivitäten und können durch Umwelt- und Sozialmanagementpläne verhindert und vermindert werden.
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