Unterstützung der Reformen im jordanischen Bildungssektor - Schulbau
Ziel des Vorhabens ist es, den gleichberechtigten Zugang zu und die Qualität der Grund- und Sekundarbildung an öffentlichen Schulen in Jordanien zu verbessern. Durch Bau und Ausstattung von ca. 20 neuen Schulen, sowie Erweiterungen bestehender Schulen um ca. 100 zusätzliche Klassenräume, wird der Zugang zu Bildung in bisher unterversorgten Regionen verbessert. Dadurch werden überlastete Schulen im Doppelschichtbetrieb, baufällige Schulen, sowie für den Schulbetrieb ungeeignete angemietete Schulgebäude sukzessive ersetzt. Insgesamt können neue moderne Räumlichkeiten mit einer Kapazität für etwa 18.000 Schulkinder geschaffen werden. Die Festlegung der Schulstandorte erfolgt während der Projektimplementierung anhand sozioökonomischer und technischer Kriterien. Dabei werden Standorte bevorzugt, bei denen das Land im Staatsbesitz ist.
Zur Erreichung dieser Ziele stellt die deutsche Bundesregierung dem Haschemitischem Königreich Jordanien einen Entwicklungskredit zur Verfügung. Hauptverantwortliche Träger zur Umsetzung des zinsverbilligten Darlehens sind das jordanische Ministry of Education und das Ministry of Public Works and Housing, unter dessen Leitung die Baumaßnahmen durchgeführt werden. Eine Begleitmaßnahme stärkt die zu diesem Zwecke erforderlichen Kapazitäten insbesondere im Ministry of Public Works and Housing in Bezug auf die Einhaltung internationaler Qualitätsstandards im Schulbau (z.B. Designplanung, Baustandards, Umwelt & Soziales, Ausschreibungsverfahren).
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt wurde in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet. Es bestehen überschaubare potenzielle negative Auswirkungen oder Risiken, die in der Regel vorhersehbar, temporär, umkehrbar und auf den Standort des Vorhabens begrenzt sind. Sie sind mit Standard-Gegenmaßnahmen minderbar. Umweltrisiken während der Bauphase sind Lärm und Luftverschmutzung durch den Betrieb von Baumaschinen und Baufahrzeugen sowie die Entsorgung von Bauabfällen. Soziale Risiken während der Bauphase betreffen Arbeitsunfälle, Unfälle durch Fahrzeuge im Umfeld der Baustelle, mögliche Arbeit von Kindern unter 15 Jahren sowie die Verletzung von Arbeitnehmerrechten, wie zum Beispiel die verspätete Zahlung von Löhnen. In Ergänzung zu dem landesweiten jordanischen öffentlichen Beschwerdemechanismus "At Your Service" ist die Einführung eines vorhabenspezifischen Beschwerdemechanismus vorgesehen, der Baustellen-Anrainern und Arbeitern auf Baustellen wirksame Beschwerdemöglichkeiten einräumt. Außerdem werden Schuldirektoren, Gemeindevertreter und Elternvertreter in der Planungsphase über die geplanten Bauvorhaben informiert und dazu eingeladen, zu den Vorhaben Stellung zu beziehen.
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