Unterstützung der Privatsektorentwicklung Phase I

Der Libanon steckt seit 2019 in einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise, verschärft durch politische Instabilität, Pandemie und Konflikte, was zu starkem wirtschaftlichem Rückgang und hoher Inflation führt. Besonders kleinste, kleine und mittlere Unternehmen (KKMU) leiden unter fehlendem Kreditzugang und schwierigen Rahmenbedingungen. Ziel des Vorhabens ist es KKMU im Libanon Zugang zu Finanzierung zu ermöglichen. Dadurch sollen diese zu Investitionen befähigt werden, welche zu ihrer langfristigen Erholung und Wachstum beitragen und somit für eine Verbesserung der Beschäftigungs- und Armutssituation im Libanon sorgen. Es sollen dabei besonders KKMU mit Wachstumspotenzial berücksichtigt werden, zudem soll die ökonomische Teilhabe von Frauen und von weiteren im Arbeitsmarkt marginalisierten Bevölkerungsgruppen (z.B. Jugendlichen) gezielt gefördert werden. Die direkte Zielgruppe sind KKMU im Libanon. Aufgrund der zu erwartenden Beschäftigungseffekte für vulnerable Gruppen werden voraussichtlich überwiegend Menschen unterhalb der Armutsgrenze von diesem Vorhaben profitieren (indirekte Zielgruppe).
Wesentliche Komponenten des Vorhabens sind (i) die Vergabe von Zuschüssen an KKMU über lokale Mikrofinanzinstitute (MFI - Al Majmoua und Vitas) für Investitionen zur Stärkung ihrer Wachstumsfähigkeit, (ii) die Subventionierung von aus Eigenkapital der MFI an KKMU ausgegebenen Krediten und (iii) kapazitätsbildende Maßnahmen für KKMU und MFI hinsichtlich der bei ihnen identifizierten Bedarfe.
Als Projektträger sollen die lokalen MFI Al Majmoua und Vitas fungieren. Das Vorhaben gliedert sich in das EZ-Programm zur Privatsektorentwicklung im Libanon ein. Dieses zielt darauf ab, die sozioökonomische Stabilisierung des Libanon durch nachhaltige Wirtschaftsentwicklung sowie durch die Steigerung der lokalen Wertschöpfung zu unterstützen.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Die Einstufung des Vorhabens ist FI/B. Die Investitionen der KKMU können ggf. moderate negative Auswirkungen und Risiken auf die Arbeitsbedingungen und die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, die Abfall-, Abwasser- und Chemikalienbewirtschaftung haben. Diese Risiken können durch bestimmte Maßnahmen oder Standardlösungen gemindert werden. Bei der Bewertung wurde festgestellt, dass beide für die Implementierung gewählten Finanzinstitute über gute E&S-Kapazitäten verfügen. Sie haben bereits ein Verständnis für die Standards der Weltbank und die Ausschlussliste der IFC entwickelt. Darüber hinaus verfügen beide über eine ESMS-Richtlinie und unterstützende Richtlinien und Handbücher, wie z. B. eine Personalrichtlinie, eine Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinie und eine Beschwerdepolitik. Sie kennen auch die Anforderungen an die jährliche Berichterstattung bei der Zusammenarbeit mit anderen DFIs. Auf der Grundlage der gewonnenen Informationen wurden vereinzelte Lücken bei beiden Finanzinstituten festgestellt. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass diese durch die Entwicklung von ESCP-Schwerpunkten für jedes Finanzinstitut geschlossen werden können.

Land / Region / Institution Libanon
Nummer 48653
Schwerpunkt Wirtschaft und Finanzsektor
Sektor 16020 - Beschäftigungsmöglichkeiten
USV-Kategorie FI/B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber Eigenbeitrag d. Landes/Own contribution of country
Deutscher Finanzierungsbeitrag 10 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner VITAS S.A.L, AL MAJMOUA THE LEBANESE ASSOCIATION FOR DEVELOPMENT
Zuständige Abteilung Nahost, Afghanistan und Pakistan

Kontakt

Transparenz

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