Unterstützung der libyschen COVID-19-Impfkampagne (Perspektiven für Binnenflüchtlinge und Migranten, Phase V)

Aufgrund des anhaltenden Bürgerkriegs war Libyen bereits vor der COVID-19 Pandemie mit erheblichen humanitären Herausforderungen bei der Grundversorgung und dem Kinderschutz konfrontiert. Der bewaffnete Konflikt ging und geht einher mit einer massiven Binnenvertreibung, flankiert von erheblichen Menschenrechtsverletzungen wie sexuelle Gewalt und Zwangsrekrutierung durch bewaffnete Gruppen. Die COVID-19 Pandemie in Libyen führt zu erheblichen, zusätzlichen Herausforderungen für das Gesundheitssystem.

Das Vorhaben unterstützt die nationale Impfkampagne Libyens. Dabei stellt es zunächst ein angemessenes Kühlkettensystem für die Durchführung der Impfkampagne in Unterstützung des Gesundheitsministeriums sicher. Darüber hinaus werden Kapazitäten im Land für die Koordination und Durchführung von Impfkampagnen, einschließlich der Qualitätssicherungsmaßnahmen gestärkt. Des Weiteren wird die Akzeptanz von Impfstoffen und die Schaffung von Nachfrage durch Risikokommunikation und Mobilisierung von Gemeinden erhöht.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" (moderate Risiken) eingeordnet. Zu den typischen Umwelt- und Sozialrisiken, die mit einem Impfprogramm verbunden sind, gehören Gefahren für das Personal, das die Impfkampagne durchführt (Lagerung, Transport und Handhabung von Impfstoffen), sowie die Sammlung und Entsorgung von medizinischem Abfall (Nadeln, Sondermüllbehälter, persönliche Schutzausrüstung). Darüber hinaus müssen die Risiken einer COVID-19-Übertragung für die Begünstigten aufgrund der Pandemie sowie das Risiko von Gewalt gegen das Personal, das die Impfkampagne durchführt, in Anbetracht des Länderkontexts ebenfalls bewertet und entsprechend gehandhabt werden. Um die Umwelt- und Sozialrisiken in Bezug auf Arbeitsschutz und -Sicherheit (persönliche Schutzausrüstung, Schutz des Personals vor Gewalt, Verhinderung der Übertragung von COVID-19), medizinisches Abfallmanagement (ordnungsgemäße Handhabung und Entsorgung) und Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung ((Hygiene-)Maßnahmen zur Verhinderung der Übertragung von COVID-19, insbesondere Sicherstellung der sozialen Distanz und ordnungsgemäße Belüftung der Einrichtungen) zu adressieren, werden Umwelt- und Sozialmanagementpläne oder Umwelt- und soziale Verhaltenskodexe für die einzelnen Interventionen umgesetzt und überwacht. Der Projektträger führt ein Beschwerdemanagement ein und die Umsetzung der Maßnahmen wird über eine regelmäßige Berichterstattung nachgehalten und überprüft.

Land / Region / Institution Libyen
Nummer 49269
Schwerpunkt Friedensentwicklung und Krisenprävention
Sektor 12261 - Aufklärung und Bildung in Gesundheitsfragen
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 4,991 Mio. EUR
Status abgeschlossen
Auftraggeber BMZ
Projektpartner UNITED NATIONS CHILDREN'S FUND
Zuständige Abteilung Nordafrika und Sahel

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