Unterstützung der COVID-19 Bekämpfung im Gesundheitswesen

Trotz verschiedener Vorschriften verfügt Usbekistan nicht über ein wirksames, strukturiertes und gut finanziertes System und die Infrastruktur zur effektiven Pandemieprävention, inkl. Krankheits-Surveillance und Früherkennung. Aus der COVID 19-Krise konnten viele Lehren für die Organisation der Reaktionskapazitäten beim Auftreten etwaiger zukünftiger Epidemien und Pandemien, die durch infektiöse Erkrankungen des Respirationstrakt verursacht werden, gezogen werden. Das UZB machte gute Fortschritte beim TB-Management. Die COVID-19-Pandemie führte jedoch dazu, dass Ressourcen von der Tuberkulosediagnose und dem Tuberkulosemanagement auf die Pandemiebekämpfung umgeschichtet wurden, was frühere Errungenschaften gefährdete, deren Auswirkungen erst zu einem späteren Zeitpunkt sichtbar werden könnten. Weitere Herausforderungen sind der Mangel an modernen diagnostischen und therapeutischen Geräten und Verbrauchsmaterialien, fehlende Möglichkeiten für angewandte Forschung, ein Mangel an qualifiziertem Personal, veraltete Überwachungs- und Berichterstattungssysteme, schwache Kapazitäten für die Bewertung von Risikofaktoren und die Notwendigkeit, die Entwicklung der Humanressourcen im Gesundheitswesen zu stärken. Gleichzeitig erwiesen sich die spezialisierten pulmologischen medizinischen Einrichtungen - zumindest bis zu einem gewissen Grad - als die am besten vorbereiteten (sowohl in Bezug auf Protokolle, Verfahren personelle Ausstattung als auch Ausrüstung), um die Herausforderungen der COVID 19-Pandemien zu bewältigen und zu bekämpfen. Diese spezialisierten Kliniken (auf nationaler und regionaler Ebene) sollten nun im Hinblick auf ihre Ausrüstung, ihre Personalkapazitäten, ihre Pandemieprotokolle und ihre digitalen Instrumente für den Datenaustausch und Analyse gestärkt werden.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Vorhaben wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie (2023) in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" (moderates Risiko) eingestuft und könnte potenzielle negative Auswirkungen und Risiken auf Umwelt- und soziale Belange haben, die in der Regel reversibel und lokal begrenzt sind und mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen gemindert werden können. Typische potenzielle Umwelt- und Sozialauswirkungen, die während der Bauphase des Vorhabens zu erwarten sind, betreffen z.B. die Vegetationsräumung, Lärmentwicklung, Verschlechterung der Luft- und Wasserqualität, sowie Umweltverschmutzung und Anfall von Abfällen usw. Soziale Auswirkungen umfassen typischerweise die Gesundheit und Sicherheit der Gemeinde (z.B. Straßenverkehr), Auswirkungen im Zusammenhang mit Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sowie Arbeitsbedingungen. Kein Grunderwerb, sowie physische oder wirtschaftliche Umsiedlung und Verlust von Lebensgrundlagen sind zu erwarten. In der Betriebsphase der Kliniken ist mit dem Anfall von medizinischen und/oder infektiösen Abfällen und Abwässern zu rechnen. Obwohl diese Auswirkungen lokal beschränkt und in den meisten Fällen reversibel sind, erfordern sie eine Minderung auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren. Diese werden mit Hilfe eines projektspezifischen Umwelt- und Sozialmanagementplans (Environmental and Social Management Plan - ESMP) umgesetzt und überwacht. Dies beinhaltet über die Minderungsmaßnahmen während der Bauarbeiten hinaus auch die Einbeziehung von Interessengruppen und die Einführung eines Beschwerdemechanismus für Arbeiter*innen und andere vom Vorhaben betroffene oder interessierte Menschen sowie Maßnahmen für die Sortierung, die Sammlung, den Transport, sowie das Management und die endgültige Entsorgung von medizinischen Abfällen. Die Verantwortung für die Umsetzung dieser Maßnahmen während des Baus liegt beim Projektträger und dem/den Bauunternehmen.

Land / Region / Institution Usbekistan
Nummer 49972
Schwerpunkt Gesundheit
Sektor 12191 - Medizinische Dienste
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 10 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner MINISTRY OF HEALTH OF THE REP. OF UZBEKISTAN
Zuständige Abteilung Asien

Kontakt

Transparenz

Sollten noch Fragen offen gebieben sein, stehen wir gerne zur Verfügung: