UNRWA Beschäftigungsförderung und Infrastruktur in Gaza, Phase III (EGIP3)

Die Lebenssituation der Bevölkerung im Gazastreifen ist von wiederholt aufflammenden Konflikten und der angespannten sozio-ökonomische Lage geprägt. Das ÜH-Vorhaben soll der Arbeitslosigkeit unter den Flüchtlingen in Gaza entgegengenwirken und leistet damit einen Beitrag zur Stabilisierung der Lebensgrundlage der Arbeiter und Arbeiterinnen und ihrer Familien. Durch den Einsatz der Beschäftigten in UNRWA-Einrichtung und bei lokalen Unternehmer sowie die Rehabilitierung von sozialer Infrastruktur werden gleichzeitig wichtige Basisdienstleistungen für die Gesamtgruppe der von UNRWA unterstützen Flüchtlinge ermöglicht.

Ziel des Vorhabens ist die Stärkung der Resilienz palästinensischer Flüchtlinge durch die Schaffung von temporären Einkommensmöglichkeiten und die Heranführung an den Arbeitsmarkt (primäres Ziel) sowie die Aufrechterhaltung des Zugangs zu sozialen Basisdienstleistungen (sekundäres Ziel).

Die Zielgruppe des Vorhabens sind vulnerable palästinensische Flüchtlinge im arbeitsfähigen Alter (18-65 Jahre). Insgesamt sollen 10.150 Personen eine temporäre Beschäftigung erhalten. Mindestens 3000 der Begünstigten sind Frauen. Die besondere Berücksichtigung von Universitätsabsolventen, die im Rahmen des Vorhabens Arbeitserfahrung sammeln, zielt auf ihre Heranführung an den Arbeitsmarkt ab. Neben der direkten Zielgruppe der Beschäftigten profitieren auch deren Familienmitglieder (ca. 46.000 Personen), sowie die Nutzer der rehabilitierten Infrastruktur (ca. 11.000). Insgesamt beläuft sich die voraussichtliche Zahl der direkt und indirekt Begünstigten auf ca. 67.150 Flüchtlinge. Doppelzählungen können dabei nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Das von der Übergangshilfe finanzierte Vorhaben wird über UNRWA in Gaza umgesetzt.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet und kann potenziell leicht moderate negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Auswahl, Planung, Umsetzung sowie Abnahme der Maßnahmen erfolgen in enger Koordination mit der UNRWA Infrastrukturabteilung sowie den für den jeweiligen Standort relevanten Akteuren (z.B. Schulmanagement). Typische Umweltauswirkungen, die während der Bauphase des Projekts zu erwarten sind, betreffen z.B. Lärmentwicklung und Verschlechterung der Luftqualität, Umweltverschmutzungen und Anfall von Abfällen. Soziale Auswirkungen umfassen typischerweise die Gesundheit und Sicherheit der Anwohner sowie Benutzer der Einrichtungen die rehabilitiert werden (z.B. Schülerinnen und Schüler an Schulen), und Auswirkungen im Zusammenhang mit Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sowie Arbeitsbedingungen. Obwohl sich diese Auswirkungen voraussichtlich auf den Bereich des jeweiligen direkten Projektgebietes beschränken und in den meisten Fällen reversibel sind, erfordern sie eine Minderung auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren, d.h. auf standortspezifische Risikobewertungen aufbauend werden Umwelt- und Sozialmanagementpläne für die einzelnen Projektkomponenten erstellt und als verpflichtender Bestandteil in Bauverträge aufgenommen und während der Umsetzung überwacht. Die palästinensischen Flüchtlinge sind die Hauptbegünstigten des Projekts und sie sind an den beschäftigungsfördernden Maßnahmen des Projekts beteiligt. UNRWA in Gaza verfügt über einen etablierten Beschwerdemechanismus, der auch für dieses Vorhaben angewandt wird.

Land / Region / Institution Palästinensische Gebiete
Nummer 47238
Schwerpunkt Friedensentwicklung und Krisenprävention
Sektor 16020 - Beschäftigungsmöglichkeiten
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 18 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner UNITED NATIONS RELIEF + WORKS AGENCY FOR PALESTINE REFUGEES
Zuständige Abteilung Nahost, Afghanistan und Pakistan

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