UNRWA Beschäftigungsförderung palästinensischer Flüchtlinge im Libanon, Phase V (BONO)
Die Ausgangssituation des Vorhabens ist der unzureichende Zugang von palästinensischen Flüchtlingen zu grundlegenden Dienstleistungen und Erwerbsmöglichkeiten, welcher sich durch die vielfältigen Krisen im Libanon weiter verschärft. Ziel der FZ-Maßnahme ist die Verbesserung der Lebensgrundlage und Perspektive für palästinensische Flüchtlinge aus dem Libanon und Syrien. Die Schaffung kurzfristiger Beschäftigungsmöglichkeiten bietet eine Einkommensquelle zur Deckung grundlegender Bedarfe wie beispielsweise Ernährung, Bildung, Gesundheit. Zudem sollen die Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgungssituation und Arbeitsmarktchancen beitragen und die Qualität von UNRWA Infrastruktur und Dienstleistungen erhöhen.
Empfänger und Projektträger des Vorhabens ist das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA). Im Mittelpunkt des Vorhabens stehen dabei Maßnahmen zur beschäftigungsintensiven Instandhaltung von UNRWA-Infrastruktur (Schulen, Berufsschulen, Gesundheitszentren sowie Verwaltungsbüros) sowie zur Verbesserung der sanitären Verhältnisse in 12 palästinensischen Flüchtlingslagern. Zusätzlich werden viermonatige Praktika sowie Jobvermittlungs-, Beratungs-, und Trainingsangeboten für Jugendliche und junge Erwachsene finanziert.
Die geschaffenen Arbeitsplätze sollen die Armutsreduzierung unterstützen, die Kaufkraft erhöhen und die Abhängigkeit der Flüchtlinge von humanitärer Hilfe reduzieren. Die hier dargestellte Phase V des Cash-for-Work Vorhabens verfolgt ähnliche Ziele wie die vorherigen Phasen I-IV.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet und kann potenziell leicht moderate negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Zu finanzierende Infrastrukturmaßnahmen betreffen Rehabilitierung sozialer Einrichtungen (z.B. Schulen, Gesundheitsstationen, Soziale Beratungsstellen) und die Rehabilitation, Modernisierung und zum Teil auch den Ausbau von Wasserversorgungssysteme inklusive Trinkwasseraufbereitungsanlagen und -systemen, die Entwicklung von Abwasser- und Regenwassersystemen sowie die Verbesserung der Straßenverhältnisse in den Palästinensischen Flüchtlingslagern im Libanon. Das Vorhaben umfasst Baumaßnahmen, die geringe Gefährdung für Arbeiter und Belastung für Anwohner mit sich bringt. Die negativen Auswirkungen und Risiken sind in der Summe relativ gering, zeitlich begrenzt und räumlich überschaubar und finden sich im Bereich der Baumaßnahmen, z.B. Arbeitssicherheit, öffentliche Sicherheit, mögliche Konflikte zwischen Arbeitskräften und der Öffentlichkeit sowie Umweltschäden durch die Bauarbeiten. Diese werden durch eine enge Überwachung durch den Projektträger UNRWA weiter reduziert. Das Projekt nutzt den schon bestehenden Beschwerdemechanismus und es gibt bereits ein Stakeholderengagement.
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