UNOPS Libanon: Wiederaufbau kommunaler Infrastruktur und Dienstleistungen Beirut und Bourj Hammoud
Ziel des Vorhabens ist die Wiederherstellung kommunaler Infrastruktur und Dienstleistungen, um die Lebensbedingungen der Bewohner in den durch die Explosion im Hafen Beiruts am 04.08.2020 zerstörten, mehrheitlich armen Stadtteilen Beiruts und der Gemeinde Bourj Hammoud zu verbessern. Dabei soll durch partizipative Projektvorbereitung und -umsetzung sowie gezielt friedensfördernde Maßnahmen dazu beigetragen werden, soziale Spannungen zu reduzieren, die Resilienz der Bewohner und der unterstützen Institutionen zu erhöhen und das Vertrauen in staatliche Akteure zu stärken. Das Vorhaben wird durch das Büro für Projektdienste der Vereinten Nationen (UNOPS) als Projektträger umgesetzt.
Das Vorhaben umfasst drei Komponenten. Im Rahmen der ersten Komponente zur Wiederherstellung von kommunaler Infrastruktur und Dienstleistungen sollen ausgewählte Abschnitte des Straßennetzes und der damit verbundenen Regenwasser- und Abwassernetze; öffentliche Plätze und öffentliche Gebäude in Verbindung mit erneuerbarer Energieerzeugung (Dach-Photovoltaik-Anlagen) rehabilitiert werden. Im Rahmen der zweiten Komponente soll die Kapazität bei städtischem Personal und anderen Projektpartnern gestärkt werden. Im Rahmen der dritten Komponente sollen gezielt friedensfördernde Maßnahmen durch lokale Nichtregierungsorganisationen gefördert werden, die in einem Wettbewerbsverfahren Vorschläge beim Projektträger einreichen.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet und kann potenziell leicht moderate negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Typische Umweltauswirkungen, die während der Bauphase des Projekts zu erwarten sind, betreffen z.B. Lärmentwicklung und Verschlechterung der Luftqualität, Umweltverschmutzungen und mangelnde Abfallentsorgung. Soziale Auswirkungen umfassen typischerweise die Gesundheit und Sicherheit der Anwohner, Auswirkungen im Zusammenhang mit Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sowie Arbeitsbedingungen. Um diese Auswirkungen zu erfassen, werden standortspezifische Umwelt- und Sozialverträglichkeitspläne erarbeitet und überwacht. Außerdem werden die Betroffenen informiert, angehört und beteiligt. Mögliche negative Auswirkungen beschränken sich voraussichtlich auf den Bereich des jeweiligen direkten Projektgebietes und sind in den meisten Fällen reversibel. Sie werden auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren gemindert. Die Einführung eines Beschwerdemechanismus für Arbeiter und für Baustellen-Anlieger ist vorgesehen.
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