UNOPS Infrastrukturförderung Anbar - LIRA III

Die Zielsetzung dieses ÜH-Vorhabens ist die Stärkung der Resilienzfähigkeit der von Flucht betroffenen Bevölkerung durch Sanierung von kommunaler Basisinfrastruktur, Instandsetzung von Wohnraum und verbessertem Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen. In der dritten Phase dieses ÜH-Vorhabens werden die entsprechenden Maßnahmen in ländlichen und peri-urbanen Regionen der Provinz Anbar, aber hauptsächlich im Distrikt Sinjar der Provinz Ninewa umgesetzt. Die wichtigsten Hilfsmaßnahmen konzentrieren sich auf die Sanierung/Neubau von beschädigtem Wohnraum (min. 260 Wohneinheiten) der Schadenskategorie III/IV sowie auf die Sanierung kommunaler Wasserversorgungsanlagen (10 Einheiten). Wo möglich, werden technische Optionen zur Gewinnung von erneuerbarer Energie eingesetzt (z.B. VP). Des Weiteren werden lokale Verwaltungsmitarbeiter, Angehörige der Zielkommunen, Dorfälteste oder auch Mitglieder lokaler NGO's hinsichtlich wichtiger Fertigkeiten für die Instandsetzung und Wartung der zur Verfügung gestellten Technik und Anlagen unterrichtet (z. B. Photovoltaiksysteme, Wasserversorgungsanlagen). Zusätzlich wird die Bevölkerung der Zielkommunen für relevante Aspekte des Umweltschutzes und Nachhaltigkeit sensibilisiert. Das Vorhaben ist auf 4 Jahre angelegt (48 Monate), wobei das letzte Jahr die Gewährleistungsphase der sanierten Infrastruktur darstellt.
Das Gesamtvolumen dieser dritten Phase beläuft sich auf 15 Mio. Euro.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Ziel des Vorhabens ist es die Resilienzfähigkeit von Kommunen in Anbar und Sinjar zu stärken, die von Zerstörung und Vertreibung betroffen sind. Durch die Sanierung von zerstörtem Wohnraum sowie kommunaler Wasserwiederaufbereitungsanlagen soll es Binnenflüchtlingen ermöglicht werden, wieder in ihre angestammten Heimatgebiete zurückzukehren. Der Hauptfokus dieser dritten Vorhabenphase liegt auf dem District Sinjar in der Provinz Ninewa. Die Aktivitäten im Vorhaben werden analog zu den Phasen I und II entwickelt, lediglich ändert sich die Zielregion. Ein besonderer Fokus liegt auf der Sanierung von zerstörtem Wohnraum der Schadenskategorien III (Wohneinheiten, die erhebliche strukturelle Schäden erlitten haben und umfangreiche Reparaturen benötigen) und IV (Wohneinheiten, die so stark beschädigt sind, dass eine Sanierung nicht möglich ist und ein vollständiger Wiederaufbau erforderlich ist). Folgende Komponenten sind für die dritte Phase vorgesehen: (1) Sanierung von zerstörtem Wohnraum, inklusive der Installation von technischen Optionen zur Gewinnung von erneuerbarer Energie (z.B. PV-Paneelen, wo sinnvoll); (2) Sanierung und Instandsetzung von kommunalen Wasserwiederaufbereitungsanalgen, inklusive der Installation von technischen Optionen zur Gewinnung von erneuerbarer Energie (z.B. PV-Paneelen, wo sinnvoll). Das Vorhaben soll über einen Zeitraum von 48 Monaten in ausgewählten Kommunen des Governorats Ninewa, Distrikt Sinjar und des Gouvernorats Anbar, Distrikt Ramadi und Falluja im Irak umgesetzt werden. Gemäß KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie wurde das Projekt aufgrund der post-Konflikt-Umgebung in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet. Risiken stellen insbesondere nicht explodierte Sprengkörper (UXO) dar. Ein Environmental & Social Management Framework (ESMF) wurde bereits für das Vorhaben entwickelt, welches spezifische Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprozesse und Schutzinstrumente für die KfW-finanzierten Projektaktivitäten durch UNOPS enthält. Dies beinhaltet u. a. Verfahren zur Bewertung potenzieller standortspezifischer UXO-Risiken, sowie Verfahren zur Durchführung entsprechender Dekontamination und darüber hinaus Angaben zu Kooperationen mit relevanten Entminungsakteuren im Land. Zwischen der KfW und UNOPS wurde ein ESCP (Environmental & Social Commitment Plan) vereinbart, der die E&S-Schutzmaßnahmen und die notwendigen Schutzinstrumente vertraglich verbindlich festlegt.

Land / Region / Institution Irak
Nummer 49134
Schwerpunkt Friedensentwicklung und Krisenprävention
Sektor 16050 - Multisektorale Hilfe für soziale Grunddienste
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 15 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner UNITED NATIONS FOR PROJECT SERVICES (UNOPS)
Zuständige Abteilung Nahost, Afghanistan und Pakistan

Kontakt

Transparenz

Sollten noch Fragen offen gebieben sein, stehen wir gerne zur Verfügung: