UNICEF, Resilienzstärkung von Gemeinschaften in Syrien
Syrien bleibt auch nach dem Sturz des Assad Regimes von anhaltenden Konflikten und regionalen Spannungen geprägt. Die humanitäre Lage ist besonders im Bildungs- und Wassersektor kritisch: Millionen Kinder haben keinen Zugang zu funktionierenden Schulen mit ausreichenden Sanitäranlagen, während fast die Hälfte der Bevölkerung unsicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser hat und die beschädigte Infrastruktur das Risiko wasserbedingter Krankheiten erhöht. Ziel der KWI/ÜH (Krisenbewältigung und Wiederaufbau, Infrastruktur/strukturbildende Übergangshilfe)-Finanzierung ist die Stärkung der Resilienz der syrischen Gemeinschaften, insbesondere vulnerabler Kinder, durch verbesserten Zugang zur schulischen Infrastruktur, non-formaler Bildung, Kinderschutzmaßnahmen, sowie zu sauberem Trinkwasser und Sanitärleistungen. Die Zielgruppe besteht aus Binnengeflüchtete, Rückkehrende und Aufnahmegemeinschaften in Syrien unter besonderem Einbezug von Kindern, Frauen und Menschen mit Behinderung, die unter psychosozialen Traumata leiden und keinen Zugang zu schulischen Einrichtungen oder Wasser / Abwasser Infrastruktur haben. Die direkten Begünstigten der Bildungs- und Kinderschutz Komponente sind Kindern und in geringerem Maße Lehrpersonal und Familienmitglieder bzw. Erwachsene in dem näheren Umfeld der Kinder. Die indirekten Begünstigten sind Teilen der Bevölkerung welche von der rehabilitierten Basisinfrastruktur vor allem im Bereich Wasser / Abwasser profitieren. Das Projekt umfasst drei Outcomes. Outcome 1 zielt auf einen verbesserten Zugang zu formalen und nicht-formalen Bildungsangeboten für Schulkinder ab, Outcome 2 auf einen verbesserten Kinderschutz durch verbesserte präventive, schützende und reaktive Maßnahmen und Outcome 3 auf eine verbesserte Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung. Empfänger und Projektträger des KWI/ÜH Vorhaben ist UNICEF.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet und kann potenziell leicht moderate negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Die Hauptrisiken betreffen die Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und stehen überwiegend im Zusammenhang mit der WASH-Komponente, darunter: Arbeiten in engen Räumen, Arbeiten in der Höhe, Arbeiten mit Elektrizität, Arbeiten mit Schweißgeräten. Es besteht eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, dass die Infrastruktur während der Bauphase negative Auswirkungen auf die Lebensgrundlagen hat. UNICEF ist sich auch der Risiken durch nicht explodierte Kampfmittelbewusst und mindert diese während der Umsetzung des Projekts. Obwohl sich diese Auswirkungen voraussichtlich auf den Bereich des jeweiligen direkten Projektgebietes beschränken und in den meisten Fällen reversibel sind, erfordern sie eine Minderung auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren, d.h. auf standortspezifische Risikobewertungen aufbauend werden Umwelt- und Sozialmanagementpläne für die einzelnen Projektkomponenten erstellt und als verpflichtender Bestandteil in Bauverträge aufgenommen und während der Umsetzung überwacht. UNICEF setzt den bereits etablierten Beschwerdemechanismus und Stakeholder Engagement um.
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