UNICEF Resilienzstärkung der syrischen Bevölkerung durch verbesserte Trink- und Abwasserinfrastruktur, Phase I
UNICEF Resilienzstärkung der syrischen Bevölkerung durch verbesserte Trink- und Abwasserinf-rastruktur, Phase I, schließt sich an das unter der SI MENA geförderte Vorhaben "UNICEF Kri-senprogramm Wasser in Syrien" und berücksichtigt die strategischen Ziele der strukturbildenden Übergangshilfe.
Finanzierungsempfänger und Träger des Vorhabens ist UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Die Maßnahmen und Aktivitäten zielen darauf ab, durch Rehabilitierung und Instandsetzung der Wasser- und Abwasserinfrastruktur den Zugang der syrischen Bevölkerung zu grundlegenden WASH-Dienstleistungen sowie die Qualität und Zuverlässigkeit dieser Dienstleistungen zu verbessern. Auf diese Weise stärkt das Vorhaben die Resilienz der vulnerablen Bevölkerung im anhaltenden Krisenkontext.
Über das Programm können Maßnahmen in ganz Syrien ("Whole of Syria Approach") gefördert werden. Es sollen im Bereich Wasser und Abwasser bestehende Versorgungs- und Entsorgungsinfrastruktur rehabilitiert und Ausrüstungsgegenstände (Pumpen, Generatoren, Rohre, Zubehör) beschafft werden. Im Zusammenhang mit den Rehabilitierungsarbeiten wird UNICEF Maßnahmen durchführen, um die Kapazitäten der lokalen WASH-Betreiber in kritischen Bereichen zu verbessern und dadurch den Betrieb und die Wartung der Anlagen zu gewährleisten.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet und kann potenziell leicht moderate negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Typische Umweltauswirkungen, die während der Bauphase des Projekts zu erwarten sind, betreffen z.B. Lärmentwicklung und Verschlechterung der Luftqualität, Umweltverschmutzungen und Anfall von Abfällen. Soziale Auswirkungen umfassen die Gesundheit und Sicherheit der Anwohner, Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Arbeitsschutz, den Arbeitsbedingungen und der möglichen Verletzung von Arbeitnehmerrechten. Obwohl sich diese Auswirkungen auf den Bereich des direkten Projektgebietes beschränken und in den meisten Fällen reversibel sind, erfordern sie eine Minderung auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren. UNICEF wird für das Vorhaben im Rahmen der UNICEF-Initiative "Accountability for Affected People" einen Beschwerdemechanismus einrichten. Zu diesem Zweck wird UNICEF seine im Rahmen der "Standard Operating Procedures" (SOP) mit der KfW abgestimmten "Social and Environmental Sustainability Standards and Procedures (SESSP)" anwenden. Im Rahmen der unter dem vorherigen Krisenprogramm Wasser Phase IV hat UNICEF fünf generische Umwelt- und Sozialmanagementpläne (ESMP) erstellt. Diese betreffen Brunnen, Trinkwasseraufbereitungsanlagen, Pumpstationen, Wassernetze und Abwassernetze. Falls die Rehabilitierung von Kläranlagen in das Programm aufgenommen wird, müssen die entsprechenden generischen ESMPs der KfW vorgelegt werden. Auf der Grundlage der generischen ESMPs werden maßnahmenspezifische ESMPs erstellt, die den Ausschreibungsunterlagen für Bauaufträge beigefügt werden und obligatorischer Bestandteil der Verträge zwischen dem Projektträger und den Bauunternehmer(n) sind. Der/die Auftragnehmer sind dann verpflichtet, die im ESMP vorgesehenen Minderungsmaßnahmen umzusetzen bzw. an ihre Unterauftragnehmer weiterzugeben.
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