UNICEF Jordanien, No Lost Generation / Makani Center II
Die vorgesehene Finanzierung mit Fokus auf Krisenbewältigung, Wiederaufbau, Infrastruktur (KWI) dient der Fortführung der deutschen Unterstützung der UNICEF "No Lost Generation-Initiative" in Jordanien. Ziel des KWI-Vorhabens ist die Verbesserung des Zugangs zu Bildungs- und Kinderschutzmaßnahmen für bedürftige Kinder und Jugendliche. Mit dem Beitrag von 10 Mio. EUR soll die vollständige Finanzierung von 32 ausgewählten Makani-Zentren einschließlich aller dort angebotener Leistungen für einen Zeitraum von 12 Monaten sichergestellt werden (Komponente 1). Zusätzlich sollen erstmalig Nachhaltigkeitsmaßnahmen pilotiert werden. Die Zielgruppe umfasst bis zu 28.000 in Jordanien lebende, bedürftige Kinder und Jugendliche, ungeachtet ihrer Nationalität.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Gemäß der KfW Nachhaltigkeitsrichtlinien wurde das Vorhaben UNICEF Jordanien, No Lost Generation / Makani Center Phase II mit der Umwelt- und Sozial-Risikokategorie B bewertet. Das heißt es bestehen überschaubare potenzielle negative Auswirkungen oder Risiken, die in der Regel auf die Standorte des Vorhabens begrenzt und mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen minderbar sind. Die typischen Risiken der geplanten Maßnahmen liegen in den Bereichen Arbeitssicherheit, Arbeitsbedingungen, Hygiene, öffentliche Sicherheit/ Sicherheit von Anwohner/innen des Baustellenbetriebs und dem Management von Baustellen (insbesondere Abfallmanagement, ggfs. auch Wassermanagement). KfW empfiehlt UNICEF, ein einfaches Environmental and Social Management Framework (ESMF) über den Consultant zu entwickeln, das die relevanten Vorgaben zum Umwelt- und Sozialmanagement festlegt, die für die verschiedenen Sub-Vorhabentypen anzuwenden sind. Entsprechend der Vorgaben des ESMF wie auch entsprechend der Anforderungen der KfW soll UNICEF für die Einzelvorhaben jeweils standortspezifische Risiko-Assessments durch-führen, um darauf aufbauend Umwelt- und Sozialmanagementpläne zu erstellen. Zur Vereinfachung des Prozesses stellt die KfW UNICEF ein "ESMP Package" mit Umwelt-und Sozialmanagementplänen, Checklisten und anderen relevanten Informationen zur Verfügung, die für die Erstellung des ESMF sowie für die Entwicklung der einzelnen Managementpläne genutzt werden können. Das ESMP Package enthält bereits die Anforderungen der KFW Nachhaltigkeitsrichtlinie (Umwelt und Sozialstandards der WB-Gruppe, einschließlich "Environmental, Health and Sa-fety Guidelines", ILO Kernarbeitsnormen) und muss noch um die Vorgaben der jeweiligen nationalen Gesetze ergänzt werden. Die Umwelt- und Sozialmanagementpläne sollen in Bauverträge integriert werden. Die Umsetzung der Managementpläne wird durch UNICEF bzw. die Implementierungspartner nachgehalten. Dazu wird im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung an die KFW berichtet. Sofortige Berichterstattung an die KFW ist erforderlich bei besonderen Umwelt- und Sozialvorkommnissen (z.B. schwere und tödliche Unfälle, Austritt gefährlicher Substanzen, soziale Konflikte).
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