UNICEF Jordanien, NLG / Makani Center Phase IV

Die vorgesehene Finanzierung dient der Fortführung der deutschen Unterstützung der "No Lost Generation-Initiative" bzw. des UNICEF Bildungs- und Soziale Sicherung Programms in Jordanien. Ziel des Vorhabens ist die Verbesserung des Zugangs zu Bildungs- und Kinderschutzmaßnahmen für bedürftige Kinder und Jugendliche sowie die Unterstützung benachteiligter Jugendlicher einer bezahlten Tätigkeit nachgehen zu können.

Die wirtschaftliche Situation Jordaniens hat sich durch die COVID-19 Krise verschlechtert. Die Arbeitslosenquote stieg im ersten Quartal 2021 stark an, besonders unter jungen Menschen. Vulnerable Jordanier und Jordanierinnen sowie die nach wie vor hohe Zahl der Geflüchteten in Jordanien sind besonders hart von den wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie betroffen. Das jordanische Bildungssystem ist trotz massiver Anstrengungen weiterhin überlastet.

Um Kinderrechte zu stärken, Lerndefizite vulnerabler jordanischer und geflüchteter Kinder und Jugendliche zu mindern sowie soziale Kompetenzen zu stärken etablierte UNICEF landesweit sog. Makani-Zentren, die teilweise von lokalen Nichtregierungsorganisationen betrieben werden. Mit dem Beitrag von 10 Mio. EUR unterstützt das Projekt die vollständige Finanzierung 32 dieser Zentren für einen Zeitraum von 12 Monaten (15 in Flüchtlingslagern, 17 in aufnehmenden Gemeinden) sowie Makani-Leistungen in 25 informellen Zeltsiedlungen. Hinzu kommen Maßnahmen, vulnerablen Jugendlichen den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern (zertifizierte IT-Kurse und berufsvorbereitende Kurse). Die Zielgruppe umfasst ca. 32.000 in Jordanien lebende, bedürftige Kinder und Jugendliche (ca. 50 % Geflüchtete und 50 % Mädchen bzw. Frauen). Zusätzlich sollen Maßnahmen umgesetzt werden, die die Nachhaltigkeit der Makani-Zentren stärken.

Das Vorhaben wird von UNICEF Jordanien umgesetzt. Das zuständige jordanische Ministerium für Soziale Entwicklung soll weiterhin gestärkt werden, mehr Verantwortung für den Makani-Ansatz zu übernehmen.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Gemäß der KfW Nachhaltigkeitsrichtlinien wurde das Vorhaben UNICEF Jordanien, No Lost Generation / Makani Center Phase IV mit der Umwelt- und Sozial-Risikokategorie B bewertet. Das heißt es bestehen überschaubare potenzielle negative Auswirkungen oder Risiken, die in der Regel auf die Standorte des Vorhabens begrenzt und mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen minderbar sind. Die typischen Risiken der geplanten Maßnahmen liegen in den Bereichen Arbeitssicherheit, Arbeitsbedingungen, Hygiene, öffentliche Sicherheit/ Sicherheit von Anwohner/innen des Baustellenbetriebs und dem Management von Baustellen (insbesondere Abfallmanagement, ggfs. auch Wassermanagement). Es sind nur kleinere bauliche Maßnahmen an bestehenden Gebäuden vorgesehen. Im Bereich des Gesundheitsschutzes sind Maßnahmen im Umgang mit COVID-19 zu planen und entsprechend der aktuellen Lage, den nationalen Anforderungen unter Berücksichtigung der Empfehlungen der WHO und ILO umzusetzen. Die KfW empfiehlt UNICEF, ein Environmental and Social Management Framework (ESMF) zu entwickeln, das die relevanten Vorgaben zum Umwelt- und Sozialmanagement und Hygienemaßnahmen im Gesundheitsschutz festlegt, die für die verschiedenen Einzelmaßnahmen anzuwenden sind. Entsprechend der Vorgaben führt UNICEF für die Einzelvorhaben jeweils standortspezifische Risikobewertungen durch, um darauf aufbauend Umwelt- und Sozialmanagementpläne zu erstellen. Die Umwelt- und Sozialmanagementpläne werden als verpflichtender Bestandteil in die Bauverträge aufgenommen. UNICEF nutzt etablierte Feedback- und Beschwerdemechanismen, die für dieses Vorhaben auch für Einzelkomponenten Anwendung finden. Feedback und Beschwerden können beispielsweise über eine Helpline telefonisch oder anonym über physisch installierte Beschwerdeboxen abgegeben werden. Darüber hinaus steht UNICEF in regelmäßigem Dialog mit Elternbeiräten der Makani-Zentren sowie den Begünstigten und den Makani Umsetzungspartnern. Vorschläge und Beiträge dieses Austauschs fließen sowohl in die strategische Planung als auch in laufende Projektimplementierung ein.

Land / Region / Institution Jordanien
Nummer 47308
Schwerpunkt Bildung
Sektor 11220 - Grundschulbildung
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 10 Mio. EUR
Status abgeschlossen
Auftraggeber BMZ
Projektpartner UNITED NATIONS CHILDREN'S FUND
Zuständige Abteilung Nahost, Afghanistan und Pakistan

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