UNICEF - Stärkung präventiver Ernährungsangebote zur Verringerung von Unterernährung im Jemen
Das Vorhaben leistet einen Beitrag zur Prävention von chronischer Unterernährung im Jemen. Die Bereitstellung von Nahrungsergänzungsmitteln sowie gezielte Trainings- und Beratungsmaßnahmen zielen auf eine positive Verhaltensänderung im Bereich der Ernährung ab, um sicherzustellen, dass Familien Ernährungsgewohnheiten adaptieren, die mittel- bis langfristig zu einer Reduzierung von Unterernährung beitragen und somit den Kreislauf der Unterernährung vom Säuglings- bis ins frühe Erwachsenenalter durchbrechen.
Die Zielgruppe umfasst Kinder unter fünf Jahren, jugendliche Mädchen sowie schwangere und stillende Frauen, die über das Projekt einen verbesserten Zugang zu hochwertigen, präventiven Ernährungsdiensten erhalten sollen. Die bereitgestellten Maßnahmen lassen sich den folgenden Output-Kategorien zuordnen:
1) Verbesserung des Zugangs zu Ernährung über Cash Transfers, Investitionen in die Basisinfrastruktur und Referenzmechanismen zu anderen Geber finanzierten Vorhaben;
2) Verbesserung öffentlicher Dienstleistungsplattformen zur Bereitstellung von Basisdienstleistungen im Bereich der Ernährung für Säuglinge, Kleinkinder, jugendliche Mädchen, schwangere und stillende Frauen in Gesundheitseinrichtungen, in Form von "Outreach"-Kampagnen und auf Gemeindeebene;
3) Strukturbildende Maßnahmen zur Schaffung eines institutionellen Rahmens für die Bereitstellung nachhaltiger präventiver Ernährungsinitiativen durch die Erarbeitung und Einführung einheitlicher Standards und Guidelines für den Ernährungssektor (Umsetzung nur in den Gebieten der international anerkannten Regierung - IRG).
Das Vorhaben wird von der KfW aus Zuschussmitteln der strukturbildenden Übergangshilfe (KWI-Titel, ÜH) des BMZ finanziert.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt zielt darauf ab, die Unterernährung im Jemen zu bekämpfen. Nur eine Subaktivität ist vorgesehen, um die ambulanten Einrichtungen zu verbessern/renovieren. Die Renovierungsarbeiten bergen minimale Risiken für die Zielgemeinden und Arbeitnehmer. Dieses Projekt gehört zu den Projekten der USS Kategorie B und umfasst sehr kleine Bauarbeiten mit geringen Risiken. Das Riskscreening sollte berücksichtigen, ob durch die geplanten Maßnahmen ein erhöhtes UXO Risiko besteht (z.B. wenn die Renovierungsarbeiten nicht innerhalb bestehender Gebäude durchgeführt werden). Je nach Umfang der Renovierungsarbeiten sollte ein Environmental Social Management Plan (ESMP) oder Environmental Social Code of Practice (ESCOP) erstellt werden. Dafür kann, auch basierend auf den bestehenden SOPs mit UNICEF, das ESMP/ESCOP Package genutzt werden. Für die Gesundheitszentren sollte ggf. ein Medical Waste Management Plan erstellt werden. Es gibt bereits einen Stakeholder Engagement Plan und einen Beschwerdemechanismus für das Projekt.
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