UNDP Wiederherstellung würdevoller Lebensverhältnisse für Binnenvertriebene in Gaza (Gaza Early Recovery), Phase I

Die anhaltende Zerstörung weiter Teile des Gazastreifens infolge des Terrorangriffs der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat ein bislang ungekanntes Ausmaß erreicht. Die humanitären Auswirkungen dieser Zerstörung durch israelische Militäroperationen und das damit verbundene Leid sind gravierend; mehr als 1.7 Millionen Menschen (drei Viertel der Bevölkerung) sind vertrieben, über eine Million Menschen obdachlos, ein geregelter Zugang zur Basisversorgung ist nicht vorhanden.

Ziel des Projektes ist es, krisenbetroffenen Gemeinschaften im Gazastreifen Zugang zu würdigen Übergangsunterkünften und grundlegenden Dienstleistungen zu schaffen, ihre Lebensgrundlagen wiederherzustellen und die soziale Kohäsion zu stärken.

Durch die Schaffung temporären Wohnraums und die Wiederherstellung der Basisversorgung in zwei temporären Wohnvierteln und angrenzenden Siedlungen im Gazastreifen sollen Binnenvertriebene aufgefangen und neue Lebensperspektiven geschaffen werden. Das Projekt verfolgt einen multisektoralen, gebietsbezogenen Ansatz, der auf die Befriedigung der dringendsten Bedarfe abzielt. Ergänzend zu den geplanten Bau- und Rehabilitierungsmaßnahmen sind einkommensschaffende Aktivitäten, die Stärkung des psychosozialen Betreuungsangebots und Initiativen zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts geplant.

Empfänger und Projektträger ist das United Nations Development Programme (UNDP).

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Ziel des Projektes ist es, krisenbetroffenen Gemeinschaften im Gazastreifen Zugang zu würdigen Übergangsunterkünften und grundlegenden Dienstleistungen zu schaffen, ihre Lebensgrundlagen wiederherzustellen und die soziale Kohäsion zu stärken. Das Projekt wurde der USVP-Kategorie B+ zugeordnet (erhebliche temporäre Auswirkungen und/oder Risiken), insbesondere aufgrund der (Neu-)Ansiedlung von Binnenflüchtlingen und den daraus resultierenden sozialen und ökologischen Risiken sowie der Risiken in Bezug auf Kampfmittelrückstände. Die wichtigsten U&S-Risiken stehen im Zusammenhang mit Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen, Umweltbelastung und Ressourcenverwendung, Gesundheit und Sicherheit der Gemeinschaft, Umsiedlung und Verlust der Lebensgrundlage, möglicherweise nicht explodierte Kampfmittel, Offenlegung von Informationen und Menschenrechten. Für die Bewertung und Minderung von Umwelt- und Sozialverträglichkeitsrisiken wird mit UNDP einen Environmental and Social Commitment Plan (ESCP) vereinbart, der die geltenden Umwelt- und Sozialstandards der KfW und der Weltbank operationalisiert. Dies beinhaltet bspw. die Erstellung und Umsetzung maßnahmenspezifischer Umwelt- und Sozialmanagementpläne (ESMP), Environmental Social Management Framework (ESMF), Stakeholder Engagement Plan und eines Umsiedlungsrahmenplans. UNDP wird die Umsetzung überwachen und durchsetzen. Um die Sicherheit des Projektpersonals zu gewährleisten, werden die einschlägigen UN-Grundsätze und Verfahren angewandt (UNDP-Risikomanagementplan für Personal und Projektdurchführung; allgemeine UN-Sicherheitsvorschriften; UNSMS-Verfahren). Zum Schutz von Projektpersonal und -infrastruktur vor direkten Kriegseinwirkungen erfolgt eine ständige Abstimmung mit den zuständigen israelischen Behörden, einschließlich für die Freigabe von Unterkünften und Büros, Projektstandorten und Bewegungen des UNDP-Personals. Es müssen Pläne für das Kampfmittelrisikomanagement gemäß den IMAS-Normen entwickelt werden.

Land / Region / Institution Palästinensische Gebiete
Nummer 62852
Schwerpunkt Sonstige
Sektor 16050 - Multisektorale Hilfe für soziale Grunddienste
USV-Kategorie B+
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 20 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner UNITED NATIONS DEVELOPMENT PROGRAMME (UNDP)
Zuständige Abteilung Nahost, Afghanistan und Pakistan

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