UNDP LBN - Beschäftigung im Ländlichen Raum, Phase VI

Der Bürgerkrieg in Syrien hat massive Fluchtbewegungen in den Libanon verursacht. Der hohe Zustrom stellt eine zusätzliche Belastung für die wirtschaftliche und sozioökomische Situation des Landes dar. Die Spannungen zwischen den Geflüchteten und der Lokalbevölkerung sind dementsprechend hoch, wobei die Konkurrenz um Beschäftigung und Verdienstmöglichkeiten in den Aufnahmegemeinden eine herausragende Rolle spielt. Durch die anhaltende Krise besteht hoher Investitionsbedarf. Viele Flüchtlinge aus Syrien sowie die aufnehmenden Gemeinden sind auf nicht absehbare Zeit auf Unterstützung angewiesen.

Ziel der FZ-Maßnahme ist es daher, kurz- und mittelfristige Einkommensmöglichkeiten für Flüchtlinge aus Syrien und bedürftige Libanesen zu schaffen.

Im Mittelpunkt des Vorhabens stehen dabei arbeitsintensive Maßnahmen zur Rehabilitierung bzw. zum Bau von Bewässerungsinfrastruktur (Bewässerungskanäle und landwirtschaftliche Wasserspeicher). Neben den kurzfristigen Beschäftigungsmöglichkeiten auf den Baustellen soll die landwirtschaftliche Produktion in den Projektregionen gesteigert werden, was positive Beschäftigungseffekte nach sich zieht.

Das Vorhaben wird durch die United Nations Development Programme (UNDP) umgesetzt. Die Kosten dieser Phase belaufen sich auf 13,25 Mio. Euro. Die FZ-Mittel werden als Zuschuss bereitgestellt.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Vorhaben wurde hinsichtlich der Umwelt- und Sozialverträglichkeit analog zu den Vorphasen in die Risikokategorie B eingestuft. Das Vorhaben umfasst Baumaßnahmen, die eine geringe Gefährdung für Arbeiter und Belastung für Anwohner mit sich bringen. Die negativen Auswirkungen und Risiken sind in Summe relativ gering, zeitlich begrenzt und räumlich überschaubar und werden durch enge Überwachung durch den Projektträger UNDP weiter reduziert. Da die konkreten Baumaßnahmen zu diesem Zeitpunkt noch nicht feststehen, ist für die Einzelprojekte (Bewässerungskanäle und Speicherbecken) jeweils ein standortspezifisches Risikoassessment (screening) von UNDP durchzuführen. Damit wird nicht nur den KfW- und UNDP-Standards sondern auch dem Umweltgesetz 444/2002 sowie Dekret 8633/2012 des libanesischen Umweltministeriums (MoE) entsprochen. Abhängig von dem Ergebnis dieser screenings kann für die entsprechende Einzelmaßnahme die Durchführung einer Umwelt- und Sozialverträglichkeitsstudie erforderlich sein. Hierfür setzt UNDP spezialisierte Consultingfirmen ein. Die Ergebnisse dieser Einzelbewertungen sind Teil der Informationen, die der KfW zur Freigabe von Einzelprojekten vorgelegt werden. Das Projekt nutzt den schon bestehenden Beschwerdemechanismus, und es gibt bereits ein Stakeholderengagement, das im Rahmen des Projekts umgesetzt wird.

Land / Region / Institution Libanon
Nummer 48666
Schwerpunkt Friedensentwicklung und Krisenprävention
Sektor 16020 - Beschäftigungsmöglichkeiten
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 13,25 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner UNDP EURO CONTRIBUT. ACCOUNT
Zuständige Abteilung Nahost, Afghanistan und Pakistan

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