Trinkwassersicherung Windhuk - Abwasserrückgewinnungsanlage Gammams DPR

Das Vorhaben soll in Windhoek den Bau einer weiteren sogenannten Direct Potable Reclamation (DPR 2)-Anlage in Windhoek finanzieren. Hinter diesem technologischen Begriff verbirgt sich eine Anlage, die geklärtes Abwasser zu Trinkwasserqualität aufbereitet, das wieder in den Trinkwasserkreislauf der Stadt eingespeist wird. Bereits seit den sechziger Jahren ist Namibia weltweit Pionier in der Nutzung dieser anspruchsvollen Technologie, mit der bereits heute bis zu 25 % der Trinkwasserversorgung von Windhoek sichergestellt wird. Mit dem Neubau einer zweiten DPR-Anlage kann dieser Anteil auf bis zu 50 % angehoben und die Resilienz der stark wachsenden Hauptstadt gegenüber Wasserknappheit und Dürren gestärkt werden.

Vor dem Hintergrund der begrenzten Kapazitäten der nutzbaren oberflächlichen Trinkwasserquellen und des Bevölkerungswachstums von Windhoek, besteht ein hoher Investitionsbedarf in die Wasserinfrastruktur. Das Vorhaben trägt zur Verbesserung des Zugangs zu Trinkwasser der städtischen Bevölkerung und Unternehmen bei unter Berücksichtigung der Auswirkungen des Klimawandels bei (Extremwetterereignisse, anhaltenden Dürren, Rückgang Niederschläge etc.). Es leistet damit einen direkten und unmittelbaren Beitrag zur Anpassung Namibias an den Klimawandel und zur Ressourcenschonung. Zudem trägt das Projekt DPR II zur Zielerreichung der Vision 2030 der namibischen Regierung bei.

Die KfW gewährt dem namibischen Finanzministerium ein zinsverbilligtes Darlehen in Lokalwährung zur Finanzierung der ersten Ausbaustufe des Vorhabens. Projektträger des Vorhabens ist die nationale Wasserbehörde Namibia Water Corporation.

Die erfolgreiche Implementierung von DPR 2 geht Hand in Hand mit substanziellen Umbau- und Anschlussmaßnahmen an den Kläranlagen Gammams und Otjomuise in Windhoek. Diese für den Betrieb von DPR 2 notwendigen Maßnahmen sollen parallel implementiert werden.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Ziel des Vorhabens ist die nachhaltige Verbesserung der Trinkwasserversorgung des Großraums Windhoek unter Berücksichtigung der Auswirkungen des Klimawandels. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist für das Vorhaben von einem mittleren U&S-Risiko auszugehen. Es wird entsprechend der Nachhaltigkeitsrichtlinie der KfW Entwicklungsbank in die USVP Kategorie: "B" (moderates Risiko) eingestuft. Potenziell geringe bis moderate negative Auswirkungen und Risiken auf Anwohner, Arbeitskräfte und natürliche Ressourcen können bei Bau und Betrieb der geplanten Maßnahmen nicht ausgeschlossen werden. Weitere negative Wirkungen könnten von Restprodukten der Trinkwasseraufbereitung ausgehen. Die Risiken werden jedoch mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen vermeid-, minder- bzw. bewältigbar sein. Hierfür werden aufgrund der nationalen Umweltgenehmigungsprozesse und der Nachhaltigkeitsrichtlinie der KfW Entwicklungsbank vertiefte Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfungen für die verschiedenen Vorhabenkomponenten durchgeführt. Es werden Umwelt- und Sozialmanagementpläne erarbeitet, die vom Projektträger verpflichtend umzusetzen sind. Ebenso werden das Verfahren zur Beteiligung der Öffentlichkeit bzw. der Projektbetroffenen und die Einrichtung eines an das Vorhaben angepassten Beschwerdeverfahrens für Projektbetroffene und Arbeiter*innen festgelegt.

Land / Region / Institution Namibia
Nummer 39995
Schwerpunkt Wasser und Abfall
Sektor 14021 - Wasserversorgung - große Systeme
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Entwicklungskredit
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 40,87 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner COUNCIL OF THE MUNICIPALITY OF WINDHOEK
Zuständige Abteilung Südliches Afrika

Kontakt

Transparenz

Sollten noch Fragen offen gebieben sein, stehen wir gerne zur Verfügung: