Trinkwasser- und Sanitärversorgung für Binnenvertriebene, aufnehmende Gemeinden und Rückkehrer
Kernproblem:
Die unzureichende Versorgungslage mit Trinkwasser und Sanitäreinrichtungen in den von der Sicherheits- und Migrationskrise betroffenen Landesteilen in Burkina Faso erhöht das Risiko für Spannungen und Konflikte in aufnehmenden Gemeinden zwischen der lokalen Bevölkerung, Binnenvertriebenen und Rückkehrern sowie für weitere Radikalisierungstendenzen.
Modulziel:
Die Nutzung einer angemessenen, und nachhaltigen Trinkwasserversorgung und von Sanitärdienstleistungen in ausgewählten, von der Flucht- und Migrationskrise betroffenen Regionen in Burkina Faso ist erhöht.
Wesentliche Outputs:
- Verbesserung der Trinkwasserversorgung an den Projektstandorten durch den Neubau und die Rehabilitierung von Trinkwasserversorgungsanlagen
- Verbesserung der Sanitärversorgung und Abwasserbehandlung durch den Bau von Haushaltslatrinen sowie von Latrinen an öffentlichen Einrichtungen wie Schulen sowie den Bau von Mini-Fäkalschlammbehandlungsanlagen
- Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz, sozialen Kohäsion und Konfliktminderung, wie z.B. die Durchführung von gemeinsamen Initiativen für Binnenvertriebene und Gastgemeinden, Dialogformate, sowie der Aufbau gemeinsamer Betreiberkomitees.
Zielgruppe:
Die lokale Bevölkerung, Binnenvertriebene und Rückkehrer in ausgewählten Gemeinden. Ein Fokus wird auf Frauen und Jugendliche gelegt.
Land/Region/Ort:
Die Verwaltungsregionen Nord, Est und Boucle du Mouhoun in Burkina Faso.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet. Für die unter dem Projekt geplanten Komponenten ergeben sich geringe bis maximal moderate Umwelt- und Sozialrisiken bei der Standortauswahl (z.B. Landnutzungseinschränkungen für den Bau der kleinen Kläranlagen), baubedingte Risiken (z.B. Lärm- und Staubentwicklung, Anfall von Abfällen und der unbeabsichtigten Verunreinigung der Umwelt durch diese sowie mögliche soziale Auswirkungen hinsichtlich der Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen und der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, Behinderungen- Nutzungseinschränkungen zu Strukturen des öffentlichen Raums), sowie im Betrieb der Anlagen (nachhaltige Wassernutzung, Umwelt- und Arbeitssicherheitsrisiken beim Betrieb der Kläranlagen). Zusätzlich sind UXO-Risiken zu adressieren, d.h. das Risiko durch Blindgänger und nicht detonierten Kampfmitteln. Insgesamt handelt es sich um geringe bis moderate Risiken, die i.d.R. vorhersehbar, temporär und umkehrbar, auf den Standort des Vorhabens begrenzt und mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen vermeidbar oder minderbar sind. Gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie ist UNICEF verpflichtet, einen Rahmenplan für das Umwelt- und Sozialmanagement (Environmental and Social Management Framework; ESMF) zu erstellen und umzusetzen. Der ESMF definiert Prozesse, Verfahren und Verantwortlichkeiten, um Umwelt- und Sozialrisiken adäquat zu managen. Dies beinhaltet auch die Einführung eines Prozesses zur Beteiligung der Öffentlichkeit sowie eines Beschwerdemechanismus für Arbeiter/innen und andere vom Projekt betroffene oder interessierte Menschen.
Seite teilen
Um die aktuellen Seiteninhalte mit Ihrem Netzwerk zu teilen, klicken Sie auf den untenstehenden Button und wählen anschließend die gewünschte Option im Dialog aus.
Hinweis zum Datenschutz: Durch das Klicken auf den Button wird die Teilen-Funktion Ihres Browsers genutzt. Wenn Sie beim Teilen einen externen Anbieter auswählen, können persönliche Daten vom Anbieter verarbeitet werden. Lesen Sie dafür unsere Datenschutzgrundsätze.
Ihr Browser unterstützt das Teilen mit externen Diensten nicht.
Alternativ können Sie auch den Kurz-Link kopieren: https://www.kfw-entwicklungsbank.de/s/dezPnA
Link kopieren Link kopiert