Themenvorhaben Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung - wirtschaftliche Inklusion II

Um das marokkanische Ziel eines nachhaltigen und inklusiven Wirtschaftswachstums zu erreichen, müssen vor allem die bestehenden strukturellen Ungleichheiten, insbesondere in Bezug auf die Erwerbsperspektiven und Arbeitsmarktpartizipation vulnerabler Gruppen, wie Jugendliche und Frauen sowie in Bezug auf den Zugang zu sozialen Sicherungsnetzen reduziert werden. Dazu hat Marokko u.a. ein umfassendes Reformprogramm für den gesamten Bereich der sozialen Sicherheit eingeleitet, das die Einführung einer Allgemeinen Krankenversicherung, Familienleistungen, Arbeitslosenbeihilfen und eine Rentenversicherung umfasst. Hier setzt das Vorhaben an, das über eine ergebnisbasierte Finanzierung das Ziel verfolgt, die Lebensbedingungen der Bevölkerung durch den erweiterten und universellen Zugang zu den Sozialen Sicherungssystemen und zu beschäftigungsfördernden und zielgruppengerechten Finanzierungen zu ver-bessern. Phase II zielt dabei konkret auf die Unterstützung der Einführung der Direkten Sozialhilfe und der Förderung der Jugendbeschäftigung ab. Die Zielgruppe des Vorhabens sind besonders vulnerable Teile der Gesamtbevölkerung Marokkos, wie Frauen und Kinder sowie Menschen, die in prekären Verhältnissen leben, und vom Zugang zu Sozialhilfeleistungen profitieren, sowie Jugendliche, die von Maßnahmen zur Beschäftigungsförderung profitieren. Die Finanzierung umfasst ein zinsverbilligtes Darlehen i.H.v. bis zu 150 Mio. Euro das durch eine Begleitmaßnahme i.H.v. 2 Mio. Euro flankiert wird. Darlehensnehmer und Projektträger ist das Königreich Marokko, vertreten durch das marokkanische Ministerium für Wirtschaft und Finanzen (Ministère de l'Economie et des Finances, MEF).

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Vorhaben wurde entsprechend der Nachhaltigkeitsrichtlinie der KfW Entwicklungsbank in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie C eingeordnet, da vom Vorhaben voraussichtlich keine oder nur geringe nachteilige Auswirkungen und Risiken auf Umwelt und soziale Belange ausgehen. Es ist daher kein spezifischer Umwelt- und Sozialmanagementplan erforderlich. Der Partner wurde zur Einführung eines Beschwerdemechanismus verpflichtet und muss die KfW unverzüglich über umwelt- und sozialrelevante besondere Vorkommnisse informieren.

Land / Region / Institution Marokko
Nummer 60206
Schwerpunkt Wirtschaft und Finanzsektor
Sektor 16010 - Soziale Sicherung
USV-Kategorie C
Finanzierungsinstrument Entwicklungskredit
Weitere Geber Eigenbeitrag d. Landes/Own contribution of country
Deutscher Finanzierungsbeitrag 152 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner MINISTERE DE L'ECONOMIE ET DES FINANCES
Zuständige Abteilung Nordafrika und Sahel

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