TAHIL-Fazilität für Stabilisierung und Entwicklung V (Libanon Wohnraum V) (VPT 1)

2021 waren bereits 82 % der Bevölkerung von multidimensionaler Armut betroffen und somit in mindestens einem der Bereiche wie unter anderem Bildung, Gesundheit, öffentliche Versorgung und Einkommen unterversorgt. Besonders betroffen sind dabei die Gruppe der Geflüchteten im Libanon. Entsprechend lebten 2021 rund 88 % der syrischen Geflüchteten in extremer Armut, was bedeutet, dass knapp neun von 10 syrischen Haushalten im Libanon sich wesentliche Güter und Dienstleistungen, die einen Mindestlebensstandard gewährleisten, nicht leisten konnten.

Ziel des Vorhabens ist es daher, die lokale Bevölkerung in ihren Kapazitäten zu stärken, Geflüchtete aus Syrien aufzunehmen und angemessenen Wohnraum auf Basis transparenter und sicherer Mietverhältnisse für Geflüchtete und vulnerable Libanes/innen zur Verfügung zu stellen. Hierdurch soll ein Beitrag zu verbesserten Lebensbedingungen und zum friedlichen Zusammenleben von Geflüchteten aus Syrien und der libanesischen Bevölkerung geleistet werden.

Wesentliche Maßnahmen sind:
- die Rehabilitierung von rund 1.800 Wohnungen für rund 9.000 Begünstigte zzgl. der Finanzierung von Mietkosten (Cash for Rent, CfR) für rund 8.000 Begünstigte.
- Verbesserung der wohnraumbezogenen öffentlichen Infrastruktur für rund 20.000 Bewohner.
- Verbesserte Leistungsfähigkeit von acht ausgewählten Kommunen im Krisenmanagement (Disaster Risk Management)
- Beratungsleistungen für rund 70.000 Begünstigte.

Das Vorhaben trägt durch die Verbesserung der Infrastruktur in den Aufnahmegemeinden von Geflüchteten zu den SDG 6 (Sauberes Wasser & Sanitäreinrichtungen), SDG 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum), SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden) sowie SDG 16 (Frieden, Gerechtigkeit & starke Institutionen) bei.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Die vorliegende fünfte Phase des Vorhabens Wohnraum im Libanon in die Risikokategorie B eingestuft. Potenzielle negative Auswirkungen sind überschaubar und sind in der Regel auf den spezifischen Standort der jeweiligen Einzelmaßnahme begrenzt und durch relativ einfache Gegenmaßnahmen zu mindern. Die typischen Risiken der geplanten Maßnahmen liegen in den Bereichen Arbeitssicherheit, Arbeitsbedingungen, Sicherheit von Anwohnern sowie dem Management der Baustelle. Eine vertiefte Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung ist nicht erforderlich. Da das Vorhaben nur in geringem Maß bauliche Aktivitäten umfasst, ist in diesem spezifischen Kontext die Erstellung von vereinfachten Construction Environmental and Social Management Plans (CESMP) für die einzelnen Standorte notwendig um die bestehenden Umwelt- und Sozialrisiken im Vorhaben zu adressieren. Der CESMP wird Bestandteil der Ausschreibungsunterlagen sein und in die Bauverträge integriert werden. Die Kontrolle der Einhaltung des CESMP obliegt NRC. Die Berichtspflichten gegenüber der KfW betreffen besondere Umwelt- und Sozialvorkommnisse (z.B. schwere und tödliche Unfälle, Austritt gefährlicher Substanzen, soziale Konflikte).

Land / Region / Institution Libanon
Nummer 47393
Schwerpunkt Wirtschaft und Finanzsektor
Sektor 16050 - Multisektorale Hilfe für soziale Grunddienste
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 19 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner NORWEGIAN REFUGEE COUNCIL NRC
Zuständige Abteilung Nahost, Afghanistan und Pakistan

Kontakt

Transparenz

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