Syrien - UN HABITAT Rehabilitierung von Basisinfrastruktur in umkämpften Gebieten Phase II

Nach dem Sturz des Assad-Regime im Dezember 2024 und dem Einsatz der neuen Übergangsregierung ist die wirtschaftliche und humanitäre Lage in Syrien weiterhin prekär: Das Bruttoinlandsprodukt ist stark geschrumpft, die Armut und Arbeitslosigkeit sind hoch, das Bildungssystem und die Gesundheitsinfrastruktur sind weitgehend zerstört, und die Herausforderungen durch Binnenflucht sowie Rückkehrbewegungen belasten die Gesellschaft zusätzlich. Ziel des FZ-Vorhabens ist es einen Beitrag zur Rehabilitierung von städtischer Basisinfrastruktur in Syrien zu leisten.
Die Zielgruppe sind die Bewohner der ausgewählten urbanen Gebiete und die dortigen Binnenflüchtlinge sowie die lokalen Verwaltungsstrukturen, die durch Kapazitätsstärkende Maßnahmen profitieren werden. Die konkreten Projektstandorte werden im Laufe der Projektvorbereitungen festgelegt und der KfW auf non-objection Basis vorgelegt. Es wird sich um Projekte in Aleppo handeln sowie voraussichtlich ein Projekt, ggf. mehrere kleinere, in Homs und / oder Hama. In der ersten Periode des Vorhabens werden auf Basis der bestehenden Urban Recovery Profile für Aleppo konkrete Projektmaßnahmen definiert sowie für Homs und Hama Urban Recovery Pläne erstellt und auf dieser Basis voraussichtlich ein, ggf. mehrere kleinere Projekte identifiziert. In der zweiten Periode des Vorhabens werden die ausgewählten Infrastrukturvorhaben zur Rehabilitierung der städtischen Grundversorgung umgesetzt. Die dritte Periode beinhaltet die Projektabschlussevaluierung.

Das Vorhaben wird in Direktleistung durch UN-Habitat als Empfänger und Projektträger verantwortet. Zur Finanzierung des UN-Habitat Vorhabens ist ein FZ-Finanzierungsbeitrag von 5,5 Mio. Euro im Rahmen der Sonderinitiative "Geflüchtete und Aufnahmeländer" vorgesehen.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Kategorie "B" eingestuft und kann potenziell nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Die zu erwartenden Umwelt- und Sozialrisiken und potenziellen Auswirkungen der geplanten Interventionen (hauptsächlich kleinere Sanierungsarbeiten) sind moderater Natur und werden durch Standardmaßnahmen in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, öffentliche Gesundheit und Sicherheit sowie ordnungsgemäßes Baustellenmanagement gemindert. Diese Maßnahmen werden jedoch in einem Post-Konflikt-Kontext und in einem fragilen Umfeld durchgeführt, so dass ein maßgeschneiderter Ansatz für ein erweitertes E&S-Risiko-Screening erforderlich ist, bei dem zusätzliche Risikofaktoren berücksichtigt werden (z. B. Risiken zwischen und innerhalb der Gemeinschaft, Risiken im Zusammenhang mit Land- und Eigentumsrechten, Risiken im Zusammenhang mit GBVSH, politische Risiken und Reputationsrisiken, Anforderungen im Zusammenhang mit der Beseitigung von Blindgängern). Um das spezifische Spektrum an E&S-Risiken in angemessener Weise abzudecken, entwickelte UN Habitat maßgeschneiderten Environmental and Social Management Framework (ESMF) und Environmental and Social Management Plan (ESMP). Das ermöglicht eine risikobewusste Auswahl der Maßnahmen sowie geeignete Maßnahmen zur Risikominderung, um die Risiken auf ein akzeptables Niveau zu reduzieren, und umfasst Kriterien für den Ausschluss von Maßnahmen. Das Projekt hat bereits einen Beschwerdemechanismus und die Einbindung von Interessengruppen eingerichtet.

Land / Region / Institution Arabische Republik Syrien
Nummer 40859
Schwerpunkt Friedensentwicklung und Krisenprävention
Sektor 73010 - Kurzfristiger Wiederaufbau
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber Eigenbeitrag d. Landes/Own contribution of country
Deutscher Finanzierungsbeitrag 7,5 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner UN-HABITAT
Zuständige Abteilung Nahost, Afghanistan und Pakistan

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