Steigerung der gesundheitlichen Resilienz im Jemen II

Im jemenitischen Gesundheitswesen sind Gesundheitsdienstleistungen in den Bereichen sexuelle und reproduktive Gesundheit sowie psychosoziale Behandlungen nicht ausreichend verfügbar, um eine Basisversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Das Projekt zielt auf die Verbesserung der Versorgung ab. Es finanziert Gutscheinhefte für Gesundheitsdienstleistungen für sichere Mutterschaft, langfristige Familien Planung sowie psychosoziale Behandlungen. Darüber hinaus werden leistungsbasierte Zahlungen an Gesundheitseinrichtungen ausgeführt und Ausbildungsprogramme für Gesundheitspersonal finanziert.
Ziel des Vorhabens ist die Steigerung der gesundheitlichen Resilienz von Menschen und Institutionen im fragilen Kontext mit Schwerpunkt auf reproduktive Gesundheit und psychosozialen Erkrankungen. Damit wird das deutsche FZ-Engagement zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung im Jemen kohärent fortgesetzt und ausgeweitet. Das Vorhaben ist als offenes Programm konzipiert und soll parallel zu den laufenden Phasen des Gutscheinvorhabens und des Social Marketing Vorhabens stattfinden. Es stellt dabei die zweite Phase des im Dezember 2021 begonnenen Vorhabens zur Stärkung der gesundheitlichen Resilienz. Die zeitgleiche Umsetzung erlaubt Effizienzgewinne seitens der Durchführungskosten und ermöglicht Synergien u.a. bezüglich gemeinsamer Trainings- und Monitoring-Aktivitäten.

Elementare Maßnahmen des Vorhabens:

- Gutscheinverteilung für Gesundheitsdienstleistungen und Beratungen zum Thema Familienplanung sowie zur Behandlung von psychosozialen Erkrankungen,
- Unterstützung von Gesundheitseinrichtungen zur Qualitätssicherung ihres Dienstleistungsangebots, u.a. im Rahmen von Rehabilitierungsmaßnahmen,
- Trainings- und Ausbildungsmaßnahmen für Gesundheitspersonal.

Zielgruppe ist die jemenitische Bevölkerung, darunter vor allem junge Paare und Menschen mit psychosozialen Erkrankungen. Das Vorhaben wird von dem Projektträger 'Yamaan Stiftung' implementiert.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Vorhaben "Jemen Health Resilience" wird von dem Projektträger Yamaan Stiftung für Gesundheit und Soziale Entwicklung implementiert und wurde im Bereich Familienplanung/Gesundheitsvorsorge, Aufklärungs- und Trainingsarbeiten im Jemen der USVP-Kategorie C zugeordnet. Aufgrund der andauernden Pandemie Situation und damit einhergehenden Infektionsrisiko ergeben sich jedoch erhöhte Gesundheitsrisiken. Daher wird für die aktuelle Phase das Vorhaben in die USVP Kategorie B eingeordnet. Schutz und Minderungsmaßnahmen wie Schulungsmaßnahmen und die Bereitstellung von Schutzausrüstung für die Beschäftigten werden mit der Durchführungsorganisation vereinbart. Die Risikoabschätzung entspricht der derzeitigen Risikoabschätzung in vergleichbaren Vorhaben mit geringen U&S Risiken, in denen Beschäftigte dem direktem Kontakt mit der Bevölkerung ausgesetzt sind. Die Sozialrisiken für die Bevölkerung, die von der Maßnahme ausgehen, sind ebenfalls als gering einzuschätzen und beziehen sich überwiegend auf den Bereich Arbeitsschutz im Hinblick auf vorgesehene Rehabilitierungsmaßnahmen in Gesundheitseinrichtungen. Zielgruppe ist die jemenitische Bevölkerung, darunter vor allem junge Paare und psychisch kranke Menschen. Der Projektträger Yamaan nutzt etablierte Feedback- und Beschwerdemechanismen: Feedback und Beschwerden können beispielsweise über eine Helpline telefonisch oder anonym über physisch installierte Beschwerdeboxen abgegeben werden.

Land / Region / Institution Jemen
Nummer 51042
Schwerpunkt Gesundheit
Sektor 13020 - Förderung reproduktiver Gesundheit
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 25 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner YAMAAN FOUNDATION FOR HEALTH AND SOCIAL DEVELOPMENT
Zuständige Abteilung Nahost, Afghanistan und Pakistan

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