Stärkung Resilienz durch die Verbesserung der Kapazitäten von Gesundheitseinrichtungen im Jemen, Phase II

Ziel des Vorhabens ist es, als Ergänzung zur Phase I des Vorhabens, einen Beitrag zur Stärkung der Resilienz von Gesundheitseinrichtungen und der Bevölkerung im Projektgebiet in Bezug auf Gesundheitsrisiken zu leisten. Dafür werden Maßnahmen zur Stabilisierung und Verbesserung des Zugangs und der Qualität von öffentlichen Gesundheitseinrichtungen finanziert. Das Vorhaben wird komplementär zu anderen Ansätzen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) im Gesundheitsbereich im Jemen umgesetzt. Es stellt eine wichtige Ergänzung des nachfrageseitigen FZ-Gutscheinvorhabens für reproduktive Gesundheit dar und trägt dazu bei, prioritäre Rehabilitierungs- und Ausstattungsbedarfe zu adressieren, die im Rahmen der FZ- und TZ-Vorhaben bislang nur in begrenztem Umfang gedeckt werden können. Weiterhin werden im Vorhaben Isolier- und Dual-Use-Stationen unterstützt, womit die Versorgung von Covid-19-Patienten im Jemen verbessert werden soll.
Das Vorhaben wird aus dem Titel der Übergangshilfe finanziert. Dafür werden Übergangshilfe-Mittel in Höhe von 25 Mio. EUR bereitgestellt.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Die Vorprüfung der Umwelt- und Sozialverträglichkeit ergab die Einstufung in die Kategorie USVP B. Das bedeutet, dass potenzielle negative Auswirkungen überschaubar, in der Regel auf den spezifischen Standort der jeweiligen Einzelmaßnahme begrenzt und durch relativ einfache Gegenmaßnahmen zu mindern sind. Die typischen Risiken der geplanten Maßnahmen liegen in den Bereichen Arbeitssicherheit, Arbeitsbedingungen, öffentliche Sicherheit/Sicherheit von Anwohnern des Baustellenbetriebs und dem Management der Baustelle, insbesondere Transportmanagement, persönliche Schutzausrüstung, Arbeiten mit Absturzgefahr, Abfallmanagement sowie der möglichen vorübergehenden Beeinträchtigung des Krankenhausbetriebs durch die Rehabilitierungsmaßnahmen. Außerdem ist der Schutz vor sexuellen Übergriffen auf Patienten und Krankenhauspersonal zu berücksichtigen. Sobald die konkreten Baumaßnahmen feststehen, sind für die Einzelvorhaben seitens UNOPS (unterstützt durch spezialisierte lokale Einzelgutachter) eine standortspezifisches USVP-Risikoanalyse durchzuführen und auf dieser Basis spezifische Umwelt- und Sozialmanagementpläne zu erstellen. Das Ergebnis dieser Bewertung ist Teil der Information, die der KfW zur Freigabe der einzelnen Maßnahmen vorgelegt werden. Die standortspezifischen Umwelt- und Sozialmanagementpläne sollen Bestandteil der Ausschreibungsunterlagen für die Bauarbeiten sein und in die Bauverträge integriert werden. UNOPS überwacht deren Umsetzung durch Baufirmen und Untervertragsnehmer. Dafür wird das UNOPS-Projektteam durch eine auf USVP spezialisierte Fachkraft verstärkt. Darüber hinaus bietet ein speziell für das Vorhaben eingerichteter Beschwerdemechanismus der Zielgruppe eine niedrigschwellige Möglichkeit Feedback zu geben. Darüber hinaus wird im Rahmen des Drittparteienmonitorings die Einhaltung der Umwelt- und Sozialstandards verifiziert.

Land / Region / Institution Jemen
Nummer 44971
Schwerpunkt Gesundheit
Sektor 12220 - Basisgesundheitsdienste
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 25 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner UNITED NATIONS FOR PROJECT SERVICES (UNOPS)
Zuständige Abteilung Nahost, Afghanistan und Pakistan

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