Stärkung der Resilienz von Schulkindern und lokaler Produktions- und Ernährungssysteme
Mit dem Vorhaben werden ausgewogene Mahlzeiten für Schulkinder bereitgestellt und lokale Produktions- und Ernährungssysteme im Sudan gestärkt. Die Lage der Bevölkerung ist äußerst angespannt. Fast die Hälfte der Menschen ist von schwerer Ernährungsunsicherheit betroffen, darunter viele Kinder. Lokale Nahrungsmittelproduktionssysteme sind schwach und schockanfällig und viele Bauern können noch nicht nachfrageorientiert anbauen.
Im Rahmen des Vorhabens erhalten Schulkinder regelmäßige Mahlzeiten. Außerdem werden Kleinbauern dazu in die Lage versetzt, nachfragegerecht die Schulen zu beliefern. Die Bereitstellung von Schulspeisungen soll Familien einen Anreiz setzen, ihren Kindern einen regelmäßigen Schulbesuch zu ermöglichen, zudem soll die kognitive und körperliche Entwicklung der Kinder verbessert werden, was langfristig die Entwicklung des Humankapitals im Land befördert. Die Arbeit mit Kleinbauern und Kleinbäuerinnen sowie anderen lokalen Akteuren (Händlerinnen, Transporteure, Verarbeiterinnen, etc.) und ihre Anbindung an die lokalen Schulen als Abnehmer der Produkte soll ihren Zugang zu Märkten verbessern und ihre Einnahmen steigern. Außerdem besteht das Potenzial, auf diesem Weg die Abhängigkeit des Schulernährungssystems von Importen zu reduzieren.
Das Vorhaben wird durch WFP implementiert und mit 20 Millionen EUR finanziert. Damit werden ca. 710.000 Schulkinder und 18.000 Kleinbauern in insg. 25 Distrikten in 6 Bundesstaaten des Sudans erreicht.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Gemäß KfW Nachhaltigkeitsrichtlinie wurde das Vorhaben in die USVP-Kategorie B (moderates Risiko) eingestuft. Da im Rahmen des Vorhabens primär Schulmahlzeiten zur Verfügung gestellt werden, sind in dem Vorhaben keine wesentlichen Eingriffe in das Ökosystem zu erwarten. Es bestehen im für den Projekttyp üblichen Umfang Risiken in den Bereichen Arbeitssicherheit, Einhaltung hygienischer Standards bei der Zubereitung der Mahlzeiten und Lagerung von Lebensmitteln und Abfallmanagement. Darüber hinaus muss sichergestellt werden, dass Mädchen in gleichem Maße Zugang zu Schulspeisungen erhalten wie die männlichen Schulkinder, und dass die Schulkinder insgesamt vor sexualisierter Gewalt und Belästigung geschützt sind. Dazu gehören auch geschützte Zugänge zum Beschwerdemechanismus, den WFP einrichten wird. Für die Maßnahmen zur Stärkung der lokalen landwirtschaftlichen Produktion wird ein ESMP entwickelt, mit Schwerpunkt auf Risiken durch den Einsatz und die Lagerung von Düngemitteln und Pestiziden. WFP wird entsprechende Umwelt- und Sozialmanagementpläne (ESMP) entwickeln und damit projekt- und standortspezifische Vorgaben für die verschiedenen Standorte erarbeiten. Es wird sichergestellt, dass durch die Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Flächen weder physische Umsiedlungen erfolgen noch Lebensgrundlagen von lokalen Haushalten beeinträchtigt werden. Die KfW hält die umfängliche und adäquate Umsetzung des Risikomanagements und der Umwelt- und Sozialmanagementpläne anhand von regelmäßigen Berichterstattungen von WFP sowie eigenen Fortschrittskontrollen nach.
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