Stärkung der Resilienz und Verbesserung der Ernährungssicherheit für gefährdete ländliche Haushalte in Ägypten
Ägypten ist weltweit der größte Importeur von Weizen. 2020 importierte Ägypten 62 % seines Gesamtweizenkonsums (ca. 11,3 Mio. Tonnen) aus Russland und der Ukraine. Die mit der COVID-19 Pandemie und dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine in Verbindung stehenden Steigerungen der Lebensmittelpreise bedrohen somit die Ernährungssicherheit der ägyptischen Bevölkerung, insbesondere von vulnerablen Haushalten wie Familien mit Kindern.
Das Vorhaben "Stärkung der Resilienz und Verbesserung der Ernährungssicherheit für gefährdete ländliche Haushalte zur Abfederung der Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine in Ägypten" wird durch das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) durchgeführt, welches eng mit den ägyptischen Ministerien für Landwirtschaft und Bildung, sowie den Regionalregierungen zusammenarbeitet. Übergeordnetes Ziel ist, die Ernährungssicherheit von 15.000 bedürftigen Haushalten sowie 20.000 Kleinbauern in den Gouvernoraten Sharkeya und Sohag in Ägypten zu erhöhen. Dies soll insbesondere durch Cash Transfers für die ärmste ländliche Bevölkerung als Gegenleistung für den Schulbesuch ihrer Kinder und Stärkung der Resilienz durch die Steigerung der Produktivität von Weizen und anderen Feldfrüchten erreicht werden. Ergänzend soll das nationale Weizenanreicherungsprogramm sowie die Gründung von ca. 500 Weizenproduzentenverbänden unterstützt werden. Die vorgeschlagenen Maßnahmen orientieren sich am WFP Landesprogramm 2018-2023 für Ägypten.
Das Vorhaben soll voraussichtlich im Oktober 2022 mit einer geplanten Laufzeit von 18 Monaten starten. Der deutsche Beitrag i.H.v. 20 Mio. EUR wird aus der Sonderinitiative "Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme" (SI AGER) finanziert.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet und kann potenziell leicht moderate negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Typische Umweltauswirkungen, die während der Bauphase des Projekts zu erwarten sind, betreffen z.B. die Lärmentwicklung und Verschlechterung der Luftqualität, sowie mögliche Auswirkungen wie Umweltverschmutzungen und Anfall von Abfällen. Soziale Auswirkungen umfassen typischerweise die Gesundheit und Sicherheit der Anwohner, Auswirkungen im Zusammenhang mit Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sowie Arbeitsbedingungen. Obwohl diese Auswirkungen voraussichtlich auf den Bereich des direkten Projektgebietes beschränken und in den meisten Fällen reversibel sind, erfordern sie eine Minderung auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren. Diese werden mit Hilfe eines projektspezifischen Umwelt- und Sozialmanagementplans oder eines Umwelt- und Sozialverhaltenskodex umgesetzt und überwacht, dies beinhaltet auch die Einführung eines Beschwerdemechanismus für Arbeiter*innen und andere vom Projekt betroffene oder interessierte Menschen (z.B. Begünstigte des Cashtransfers).
Seite teilen
Um die aktuellen Seiteninhalte mit Ihrem Netzwerk zu teilen, klicken Sie auf den untenstehenden Button und wählen anschließend die gewünschte Option im Dialog aus.
Hinweis zum Datenschutz: Durch das Klicken auf den Button wird die Teilen-Funktion Ihres Browsers genutzt. Wenn Sie beim Teilen einen externen Anbieter auswählen, können persönliche Daten vom Anbieter verarbeitet werden. Lesen Sie dafür unsere Datenschutzgrundsätze.
Ihr Browser unterstützt das Teilen mit externen Diensten nicht.
Alternativ können Sie auch den Kurz-Link kopieren: https://www.kfw-entwicklungsbank.de/s/dezNmP
Link kopieren Link kopiert