Stärkung der Resilienz konfliktbetroffener und gefährdeter Gemeinden in Libyen durch Unterstützung... - Phase II
Aufgrund des anhaltenden Bürgerkriegs war Libyen bereits vor der COVID-19 Pandemie und dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit erheblichen Herausforderungen bei der Grundversorgung konfrontiert. Der bewaffnete Konflikt ging und geht einher mit einer massiven Binnenvertreibung, flankiert von erheblichen Menschenrechtsverletzungen wie sexuelle Gewalt und Zwangsrekrutierung durch bewaffnete Gruppen. Die sozioökonomischen Auswirkungen der COVID-19 Pandemie und des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine führen in Libyen zu erheblichen, zusätzlichen Herausforderungen für die Basisgrundversorgung. Im Zusammenhang von Sturm Daniel kam es im September 2023 im Osten Libyens zu starken Überschwemmungen und Zerstörungen von grundlegender Infrastruktur.
Diese zweite Phase des Vorhabens unterstützt weiterhin die Widerstandsfähigkeit und den sozialen Zusammenhalt der von Konflikten betroffenen vulnerablen Gemeinden in Libyen durch integrierte Ansätze in den Bereichen Wohnungsbau und Infrastruktur, Beschäftigungsförderung und Rechtsberatung. Erzielt wird dies durch eine Verbesserung der Lebensbedingungen durch Zugang zu adäquaten/dauerhaften Wohnraum und öffentlicher Basisinfrastruktur. Dies inkludiert die Schaffung und Rehabilitierung von noch zu identifizierender kommunaler Infrastruktur (mglw. Wasserpumpstationen, Gesundheitseinrichtungen, Kläranlagen und solarbetriebene kommunale Beleuchtung) sowie Möglichkeiten zur Schaffung einer Existenzgrundlage für Familien. Das Ziel wird außerdem durch verbesserten rechtlichen Schutz und Koordination zu Land-, Wohn- und Eigentumsrechten ermöglicht. Damit trägt es zur Stabilisierung einer fragilen Krisenregion bei.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet und kann potenziell leicht moderate negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Typische Umweltauswirkungen, die während der Bauphase des Projekts zu erwarten sind, betreffen z.B. die Lärmentwicklung und Verschlechterung der Luftqualität (Abgase, Baustellenstaub), sowie der Anfall von Abfällen. Soziale Auswirkungen umfassen typischerweise die Gesundheit und Sicherheit der Anwohner (Lärm, Abgase, Vibration, Baustellenverkehr und damit verbunden erhöhtes Unfallrisiko), Auswirkungen im Zusammenhang mit Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sowie Arbeitsbedingungen. Darüber hinaus besteht das Risiko der Diskriminierung vulnerabler Personengruppen und Gender Based Violence, sowie Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit Unexploded Ordnance (UXO) und Explosive Remnants of War (ERW). Obwohl diese Auswirkungen voraussichtlich auf den Bereich des direkten Projektgebietes beschränken und in den meisten Fällen reversibel sind, erfordern sie eine Minderung auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren. Diese werden mit Hilfe eines Projektspezifischen Umwelt- und Sozialmanagementrahmenplans und eines Umwelt- und Sozialmanagementplans/ Verhaltenskodex für Umwelt und Soziales sowie eines Arbeitsplans zur Beteiligung der Interessengruppen umgesetzt und überwacht, dies beinhaltet auch die Einführung eines Beschwerdemechanismus für Arbeiter*innen und andere vom Projekt betroffene oder interessierte Menschen.
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