Stärkung der Resilienz in der Lieferkette für Impfstoffe im Jemen

Es handelt sich bei dem Vorhaben um ein offenes Programm mit einem umfassenden Ansatz, der ein auf Bedarfsanalysen basierendes Maßnahmenpaket beinhaltet. Darunter fallen Rehabilitierungsmaßnahmen an Einrichtungen der jemenitischen Gesundheitslogistik, die Bereitstellung von Ausstattungen sowie Fortbildungsmaßnahmen. Das Vorhaben ergänzt dabei die bereits laufenden FZ Vorhaben mit UNOPS (Übergangshilfe). Ziel des Vorhabens ist die Unterstützung der Gesundheitslogistik im Jemen, um insbesondere die Verteilung von COVID-19-Impfstoffen landesweit zu ermöglichen. Die Zielgruppe des Vorhabens ist die Bevölkerung des Einzugsgebiets der Einrichtungen, die COVID-19 Impfstoff sowie andere medizinische Produkte von den ausgewählten Lagerhäusern beziehen. Damit adressiert das Vorhaben die spezifischen Engpässe sowie zentralen Hindernisse für die Stabilisierung des Zugangs zu COVID-19 Impfstoffen und anderen medizinischen Produkten für die Bevölkerung.

Konkret beinhalten die Maßnahmen die Rehabilitierung und Ausstattung von bis zu 22 Lagerstätten sowie Fortbildungsmaßnahmen für bis zu 300 Mitarbeitende der Lagerstätten und frauengeführte Unternehmen. Die Umsetzung der Rehabilitierungsmaßnahmen erfolgt durch nationale Baufirmen. Diese bekommen die Vorgabe, für ausgewählte einfache Aufgaben ungelernte Arbeitskräfte aus der lokalen Bevölkerung einzusetzen. Für die ausgewählten Lagerstätten werden Ausrüstung, Verbrauchsmaterialien und Möbel beschafft, um Grundfunktionen aufrecht zu erhalten und die Betriebskapazität zu verbessern. Beispiele für Ausrüstungsgegenstände sind IT-Ausrüstung/-Systeme und Ultra-Niedrigtemperatur-Kühlkettensysteme (d.h. Kühlräume, Kühlcontainer). Das Vorhaben umfasst zudem Fortbildungsangebote für das Personal der unterstützten Lagerstätten, darunter Schulungen zum Betrieb der beschafften Ausstattung sowie zur Handhabung und Verwaltung der Impfstoffe. Darüber hinaus sind spezielle Fortbildungsmaßnahmen für frauengeführte Unternehmen vorgesehen.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Vorhaben leistet einen Beitrag zur Stärkung der Resilienz der jemenitischen Bevölkerung gegenüber der COVID-19 Pandemie. Dafür werden Maßnahmen zur Stärkung und Verbesserung der infrastrukturellen Impflogistik im Jemen finanziert. Diese Maßnahmen umfassen bauliche Rehabilitierung sowie die Ausstattung von Lagerhäusern für CO-VID-19 Vakzine. Darüber hinaus werden Fortbildungsmaßnahmen für das Personal durchgeführt. Die ge-planten Sanierungsmaßnahmen werden in bestehenden städtischen oder halbstädtischen Gebieten durchgeführt. Es sind keine Projekte auf unbebauten Grundstücken vorgesehen, so dass kein Lander-werb und keine Umsiedlung zu erwarten sind. Die Vorprüfung der Umwelt- und Sozialverträglichkeit ergab die Einstufung in die Kategorie USVP B. Das bedeutet, dass potenzielle negative Auswirkungen überschaubar, in der Regel auf den spezifischen Standort der jeweiligen Einzelmaßnahme begrenzt und durch relativ einfache Gegenmaßnahmen zu mindern sind. Die typischen Risiken der geplanten Maßnahmen liegen in den Bereichen Arbeitssicherheit, Arbeitsbedingungen, öffentliche Sicherheit/Sicherheit von Anwohnern des Baustellenbetriebs und dem Management der Baustelle, insbesondere Transportmanagement, persönliche Schutzausrüstung, Arbeiten mit Absturzgefahr, Abfallmanagement sowie der möglichen vorübergehenden Beeinträchtigung des Krankenhausbetriebs durch die Rehabilitierungsmaßnahmen. Außerdem ist der Schutz vor sexuellen Übergriffen auf Patienten und Krankenhauspersonal zu berücksichtigen. Die genaue Standorte werden während der Projektimplementierung auf Basis von Bedarfsanalysen und unter Berücksichtigung von Umwelt- und Sozialkriterien durch UNOPS in Abstimmung mit der KfW aus-gewählt. UNOPS hat für das Projekt einen Stakeholder Engagement Plan entwickelt und setzt diesen an allen Standorten um. Sobald die konkreten Baumaßnahmen feststehen, sind für die Einzelvorhaben seitens UNOPS (unterstützt durch spezialisierte lokale Einzelgutachter) eine standortspezifisches USVP-Risikoanalyse durchzuführen und auf dieser Basis spezifische Umwelt- und Sozialmanagementpläne zu erstellen. Die standortspezifischen Umwelt- und Sozialmanagementpläne sollen Bestandteil der Ausschreibungsunterlagen für die Bauarbeiten sein und in die Bauverträge integriert werden. UNOPS überwacht deren Umsetzung durch Baufirmen und Untervertragsnehmer. Darüber hinaus bietet ein speziell für das Vorhaben eingerichteter Beschwerdemechanismus den an der Projektumsetzung Beteiligten eine niedrigschwellige Möglichkeit Feedback zu geben. Im Rahmen des Drittparteienmonitorings wird die Einhaltung der Umwelt- und Sozialstandards verifiziert. Alle projektbezogenen USVP Unterlagen werden von UNOPS mit der KfW geteilt. UNOPS verpflichtet sich im Rahmen des Finanzierungsvertrages gegenüber der KfW, die Standards durchgehend anzuwenden. Im Fall von besonders umwelt- und sozialrelevanten Vorkommnissen (wie z.B. schweren Unfällen, sozialen Konflikten) wird UNOPS die KfW umgehend informieren.

Land / Region / Institution Jemen
Nummer 55189
Schwerpunkt Gesundheit
Sektor 12220 - Basisgesundheitsdienste
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 21 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner UNITED NATIONS FOR PROJECT SERVICES (UNOPS)
Zuständige Abteilung Nahost, Afghanistan und Pakistan

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