Stärkung der Resilienz im Südsudan - Joint Programme UNICEF und WFP (UNICEF)

Das Vorhaben wird als Joint Programme gemeinsam von UNICEF und WFP umgesetzt. Bei der dieser BMZ-Nr. handelt es sich um den UNICEF-Teil. Ziel des Vorhabens ist es, die Resilienz vulnerabler Bevölkerungsgruppen, insbesondere von Kindern und Frauen sowie deren Haushalte und Gemeinden im Südsudan in Yambio, Torit, Juba and der Region Aweil zu stärken. Dies soll durch einen verbesserten Zugang zu integrierten Basisdienstleistungen (insbesondere Bildung, Gesundheit, Ernährungssicherheit, Hygiene sowie Vorbeugung gegen und Fürsorge bei geschlechtsspezifischer Gewalt) sowie die Förderung integrativer und partizipativer staatlicher Prozesse erreicht werden. Dabei baut das Vorhaben auf den Fortschritten, welche durch das Vorgängervorhaben (BMZ 2019 18 671/549) des Joint Programms im Südsudan erreicht wurde auf. Träger und Implementierungspartner sind UNICEF und WFP. Das Vorhaben beinhaltet vier Komponenten:

1) Bildungs- und Kinderschutzmaßnahmen u.a. durch den Ausbau von Schulen, Trinkwasserversorgung und sanitären Anlagen sowie pädagogischer Weiterbildung von Lehrkräften und Schulspeisungen;
2) Förderung von Gesundheit und Ernährungszustand durch den Bau von Gesundheitszentren und Bereitstellung von Impfungen und Nahrungsergänzungsmitteln für Kinder und schwangere Frauen;
3) Eine Komponente zur Mitigation geschlechtsspezifischer Gewalt bzw. Gewalt gegen Kinder, die zum Ziel hat, im Falle von geschlechtsspezifischer Gewalt bzw. der Verletzung von Kinderrechten den Betroffenen Schutz- und Bewältigungsmaßnahmen zur Verfügung zu stellen und durch den Wissens- und Kompetenzaufbau auf eine Transformation sozialer Normen im Bereich GBV hinzuwirken;
4) Erhöhung der Ernährungssicherheit durch Förderung von Kleinbauern und kurzfristige Beschäftigungsförderung.

Insgesamt sollen über einen Zeitraum von 36 Monaten (inkl. Vorratsprüfung) von dem Projekt rund 890.000 direkt und etwa 220.000 indirekt Begünstigte profitieren.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Ziel des Projekts ist es, die Resilienz von Haushalten und Gemeinden im Südsudan zu stärken. Bis 2027 sollen etwa eine Million Menschen (rund 700 000 Frauen und 300 000 Männer), darunter Kinder, Frauen und Männer, insbesondere Mädchen aus den am stärksten marginalisierten Gemeinden, bessere Ergebnisse in den Bereichen Lernen, Ernährung, Gesundheit, Hygiene und Schutz erzielen. Darüber hinaus wird die Zielgruppe ihre Ernährungssicherheit und ihre Fähigkeit, wirtschaftlichen, konflikt- und klimabedingten Herausforderungen zu widerstehen, verbessern. Während der Projektdurchführung werden UNICEF und WFP ökologische und soziale Schutzmaßnahmen durchsetzen, um sicherzustellen, dass die Programme nicht unbeabsichtigt der Umwelt und den Gemeinden schaden. Dies wird durch die Prüfung der Umwelt- und Sozialrisiken der vorgeschlagenen Aktivitäten während der Planungsphase gemäß dem social and environmental screening and assessment procedure (SESAP) erreicht. Der SESAP beeinhaltet einen Beschwerdemechanismus. Das Gesamtbudget beläuft sich auf 80 Millionen USD, wobei UNICEF und WFP jeweils 40 Millionen USD erhalten. Das Programm ist für den Zeitraum von Januar 2025 bis Dezember 2027 geplant. Geografisch liegt der Schwerpunkt auf städtischen und stadtnahen Gebieten in Yambio, Aweil Center, Torit und Juba sowie in Aweil East, Aweil West, Aweil South und Aweil North. Das Projekt wurde in die ESHS-Risikokategorie B eingestuft. Das Projekt umfasst im Wesentlichen Rehabilitationsmaßnahmen und kleinere Baumaßnahmen, die mit moderaten Umwelt- und Sozialrisiken verbunden sind. Weitere Risiken bestehen im Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Praktiken und der Exposition gegenüber nicht explodierten Kampfmitteln. Die damit verbundenen Risiken werden derzeit als vorhersehbar, vorübergehend und auf die Projektstandorte begrenzt eingeschätzt. Sollten erhöhte Risiken, z.B. durch Blindgänger, festgestellt werden, kann die Einstufung entsprechend angepasst werden. Die Projektpartner müssten dann nachweisen, dass Vorsichtsmaßnahmen für den sicheren Umgang mit nicht explodierten Kampfmitteln getroffen wurden.

Land / Region / Institution Südsudan
Nummer 62016
Schwerpunkt Bildung
Sektor 16050 - Multisektorale Hilfe für soziale Grunddienste
USV-Kategorie B+
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber Eigenbeitrag d. Landes/Own contribution of country
Deutscher Finanzierungsbeitrag 29,5 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner UNITED NATIONS CHILDREN'S FUND
Zuständige Abteilung West- und Ostafrika

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