Stärkung der Resilienz durch die Verbesserung der Kapazitäten von Gesundheitseinrichtungen im Jemen, Phase V
Im Jemen waren im Jahr 2023 etwa 18,2 Mio. Menschen - 55 % der Bevölkerung - auf humanitäre Hilfe angewiesen. Der Zugang zu Basisgesundheitsdienstleistungen ist für weite Teile der Bevölkerung nicht oder nur begrenzt gewährleistet.
Das Vorhaben soll einen Beitrag zur Stärkung der Resilienz von Gesundheitseinrichtungen und der Bevölkerung in den Projektgebieten leisten (Impact). Dies soll durch die Stabilisierung und Verbesserung des Zugangs zu und der Nutzung von öffentlichen Gesundheitseinrichtungen erreicht werden. Darüber hinaus leistet das Vorhaben einen Beitrag zur Stärkung der sozialen Kohäsion mit dem Ziel, die zentralen Bedürfnisse insbesondere vulnerabler Bevölkerungsgruppen zu berücksichtigen und die Nutzung von Gesundheitsdienstleistungen in den finanzierten Einrichtungen in allen Bevölkerungsgruppen zu steigern (Outcome).
Wesentliche Maßnahmen und Ergebnisse sind: Rehabilitierung und Instandsetzung sowie Ausstattung von Gesundheitseinrichtungen inkl. der Stabilisierung der Funktionalität von Trinkwasser- und Sanitärversorgung, Müllentsorgung und Elektrizität, Trainingsmaßnahmen für Gesundheitspersonal sowie Finanzierung technischer Pilotstudien.
Die Zielgruppe des Vorhabens ist die Bevölkerung der ausgewählten Distrikte mit besonderem Fokus auf vulnerable Gruppen wie Frauen. Projektträger ist United Nations Office for Project Services (UNOPS).
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Obgleich das Vorhaben grundsätzlich positive Wirkungen anstrebt, so sind mit einigen Aktivitäten auch negative Umwelt- und Sozialrisiken verbunden. Die typischen Risiken der geplanten Baumaßnahmen liegen in den Bereichen Arbeitssicherheit, Arbeitsbedingungen, Anwohnersicherheit (Lärm, Staub, Baustellenverkehr) sowie bei Herausforderungen des sachgemäßen Umgangs mit Baustellenabfällen. Auch wenn diese Risken und potenziellen Auswirkungen überschaubar, auf die spezifischen Standorte der jeweiligen Einzelmaßnahmen begrenzt und durch Standard-Minderungsmaßnahmen und gute Industriepraxis auf ein verträgliches Niveau zu mindern sind, so wurde das Vorhaben der Risikokategorie B zugeordnet. Um die Vermeidung und Bewältigung der hier beschriebenen Risiken zu gewährleisten wird UNOPS alle Projektaktivitäten nach dem Anforderungsrahmen eines Environmental and Social Management Frameworks (ESMF) ausrichten sowie die die Errichtung von Infrastruktur durch baustellenspezifische Environmental and Social Management Plans (ESMP) flankieren. Um Konflikten vorzubeugen, sind Maßnahmen zur Beteiligung der Interessensgruppen und ein Beschwerdemechanismus vorgesehen.
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