"Stärkung der Resilienz durch die Verbesserung der Kapazitäten von Gesundheitseinrichtungen im Jemen"

Ziel des Vorhabens ist es, einen Beitrag zur Stärkung der Resilienz von Gesundheitseinrichtungen und der Bevölkerung im Projektgebiet in Bezug auf Gesundheitsrisiken zu leisten. Dafür werden zum einen Maßnahmen zur Stabilisierung und Verbesserung des Zugangs und der Qualität von öffentlichen Gesundheitseinrichtungen, voraussichtlich Distrikt- und allgemeinen Krankenhäusern, finanziert. Zum anderen sollen in allen Projekt-Standorten flankierend Aktivitäten zur Gemeindemobilisierung unter Beteiligung von Vertretern vulnerabler Bevölkerungsgruppen durchgeführt werden, mit dem Ziel zentrale Bedarfe vulnerabler Gruppen angemessen zu adressieren und die Nutzung durch vulnerable Bevölkerungsgruppen zu steigern. Das Vorhaben wird komplementär zu anderen Ansätzen der deutschen EZ im Gesundheitsbereich im Jemen umgesetzt. Es stellt eine wichtige Ergänzung des nachfrageseitigen FZ-Gutscheinvorhabens für reproduktive Gesundheit dar und trägt dazu bei, prioritäre Rehabilitierungs- und Ausstattungsbedarfe zu adressieren, die im Rahmen der FZ- und TZ-Vorhaben bislang nur in begrenztem Umfang gedeckt werden können. Im Rahmen einer Aufstockung werden voraussichtlich ab Mitte 2020 auch Maßnahmen zur Vorbereitung von Gesundheitseinrichtungen auf die Behandlung von COVID-19 Patienten in das Vorhaben integriert. Die Laufzeit beträgt 33 Monate beginnend Ende 2019. Das Vorhaben wird aus dem Titel der Übergangshilfe finanziert.Dafür werden Übergangshilfe-Mittel in Höhe von 20 Mio. EUR bereitgestellt. Das Vorhaben umfasst darüber hinaus eine Vorratsprüfung in Höhe von 10 Mio. EUR.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Die Vorprüfung der Umwelt- und Sozialverträglichkeit ergab die Einstufung in die Kategorie USVP B. Das bedeutet, dass potenzielle negative Auswirkungen überschaubar, in der Regel auf den spezifischen Standort der jeweiligen Einzelmaßnahme begrenzt und durch relativ einfache Gegenmaßnahmen zu mindern sind. Die typischen Risiken der geplanten Maßnahmen liegen in den Bereichen Arbeitssicherheit, Arbeitsbedingungen, öffentliche Sicherheit/Sicherheit von Anwohnern des Baustellenbetriebs und dem Management der Baustelle, insbesondere Transportmanagement, persönliche Schutzausrüstung, Arbeiten mit Absturzgefahr, Abfallmanagement sowie der möglichen vorübergehenden Beeinträchtigung des Krankenhausbetriebs durch die Rehabilitierungsmaßnahmen. Außerdem ist der Schutz vor sexuellen Übergriffen auf Patienten und Krankenhauspersonal zu berücksichtigen. Sobald die konkreten Baumaßnahmen feststehen, sind für die Einzelvorhaben seitens UNOPS (unterstützt durch spezialisierte lokale Einzelgutachter) eine standortspezifisches USVP-Risikoanalyse durchzuführen und auf dieser Basis spezifische Umwelt- und Sozialmanagementpläne zu erstellen. Das Ergebnis dieser Bewertung ist Teil der Information, die der KfW zur Freigabe der einzelnen Maßnahmen vorgelegt werden. Die standortspezifischen Umwelt- und Sozialmanagementpläne sollen Bestandteil der Ausschreibungsunterlagen für die Bauarbeiten sein und in die Bauverträge integriert werden. UNOPS überwacht deren Umsetzung durch Baufirmen und Untervertragsnehmer. Dafür wird das UNOPS-Projektteam durch eine auf USVP spezialisierte Fachkraft verstärkt. Darüber hinaus bietet ein speziell für das Vorhaben eingerichteter Beschwerdemechanismus der Zielgruppe eine niedrigschwellige Möglichkeit Feedback zu geben. Darüber hinaus wird im Rahmen des Drittparteienmonitorings die Einhaltung der Umwelt- und Sozialstandards verifiziert.

Land / Region / Institution Jemen
Nummer 44735
Schwerpunkt Gesundheit
Sektor 12220 - Basisgesundheitsdienste
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 19,524 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner UNITED NATIONS FOR PROJECT SERVICES (UNOPS)
Zuständige Abteilung Nahost, Afghanistan und Pakistan

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