SFD Wasser-/Abwasser-Programm VI (VPT 1)
Der Jemen ist geprägt von Wasserknappheit und ungenügender Versorgungsinfrastruktur im WASH Sektor (Water, Sanitation and Hygiene). Die prekäre Situation wirkt sich negativ auf die Gesundheitssituation und Lebensmittelsicherheit aus. Das FZ-Vorhaben setzt die Unterstützung des WASH-Programms des jemenitischen Social Fund for Development (SFD) mit einem weiteren Modul (Phase 6) fort. Ziel des Vorhabens ist es, Zugang zu verbesserten Wasserquellen und sicheren sanitären Einrichtungen bereitzustellen.
Im Rahmen des Vorhabens werden unter anderem Zisternen auf Hausdächern, Wasserauffangbecken, Latrinen, Hygienekampagnen und lokale Wasser-/Abwassersysteme (zum Teil mit Solarantrieb) finanziert. Ein Großteil der Maßnahmen wird auf Gemeindeebene unter Leitung des SFD und in direkter Zusammenarbeit mit Vertretern der Gemeinde durchgeführt, insbesondere mit einem Cash for Work Ansatz, bei dem die Haushalte Geld für die Umsetzung der Maßnahmen erhalten. Größere Baumaßnahmen werden gemeinsam mit den lokalen Wasserversorgern und Baufirmen implementiert. Die Haushalte bzw. Kommunen werden in einem mehrstufigen Verfahren ausgewählt, welches zunächst auf Daten zu den Bedarfen in den Gouvernements und auf eine Auswahl der Distrikte durch den SFD basiert. Die Auswahl der einzelnen Teilprojekte erfolgt durch den SFD im Rahmen von s.g. Participatory Rapid Assessments, die die Bedarfe auf Gemeindeebene feststellen und entsprechende Maßnahmen auswählen.
Durch die armutsorientierte Bereitstellung von Basisinfrastruktur leistet der SFD einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen armer Bevölkerungsgruppen in großen Teilen des Jemens. Zielgruppe des Vorhabens sind sowohl ländliche als auch städtische Haushalte im ganzen Jemen.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet und kann potenziell leicht moderate negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Typische Umweltauswirkungen, die während der Bauphase des Projekts zu erwarten sind, betreffen z.B. Lärmentwicklung und Verschlechterung der Luftqualität, Umweltverschmutzungen und Anfall von Abfällen. Soziale Auswirkungen umfassen die Gesundheit und Sicherheit der Anwohner, Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Arbeitsschutz, den Arbeitsbedingungen und der möglichen Verletzung von Arbeitnehmerrechten. Obwohl sich diese Auswirkungen auf den Bereich des direkten Projektgebietes beschränken und in den meisten Fällen reversibel sind, erfordern sie eine Minderung auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren. Der SFD wird für das Vorhaben seinen bestehenden Beschwerdemechanismus und Stakeholder Engagement Plan anwenden. Die Zielgruppe wird in Sub-Projekten auf Haushaltsebene beteiligt, indem sog. Community Committees gebildet werden, die die Gruppe der HausbewohnerInnen während der Planung und Implementierung gegenüber dem SFD vertritt.
Seite teilen
Um die aktuellen Seiteninhalte mit Ihrem Netzwerk zu teilen, klicken Sie auf den untenstehenden Button und wählen anschließend die gewünschte Option im Dialog aus.
Hinweis zum Datenschutz: Durch das Klicken auf den Button wird die Teilen-Funktion Ihres Browsers genutzt. Wenn Sie beim Teilen einen externen Anbieter auswählen, können persönliche Daten vom Anbieter verarbeitet werden. Lesen Sie dafür unsere Datenschutzgrundsätze.
Ihr Browser unterstützt das Teilen mit externen Diensten nicht.
Alternativ können Sie auch den Kurz-Link kopieren: https://www.kfw-entwicklungsbank.de/s/dezMdj
Link kopieren Link kopiert