SFD Stärkung der Bildungschancen im Jemen II (VPT 1)
Das Vorhaben setzt, wie auch die Vorgängerphase, an Kernproblemen im Jemen an. Es stärkt die Bildungschancen überwiegend im ländlichen Raum. Dabei verfolgt es eine duale Zielsetzung. Der Schutz von Mädchen soll gefördert werden und die Resilienz junger Jemenitinnen und Jemeniten soll durch die Bereitstellung von sozialen, schulischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten gestärkt werden.
Es werden Schulen rehabilitiert und erweitert sowie Lernzentren (CLCs) mit ein bis zwei Klassenräumen im ländlichen Raum errichtet. Daneben werden zahlreiche Trainingsmaßnahmen durchgeführt, um zum einen die Kapazitäten von Schulpersonal und Lehrkräften zu verbessern und damit auch die Qualität formaler Schulbildung zu erhöhen. Außerdem werden junge Erwachsene als Hilfslehrkräfte ausgebildet und angestellt, um die Engpässe an Lehrkräften an Schulen zu schließen und Bildungsangebote in den Lernzentren anzubieten. Die Ausbildung und das generierte Einkommen für junge Menschen ist gleichzeitig eine Präventionsmaßnahme gegenüber Manipulation junger Jemeniten und Jemenitinnen durch radikale Gruppen. Weitere Trainingsmaßnahmen richten sich an die lokale Bevölkerung in den Gemeinden, um die Relevanz von Bildung, auch und insbesondere für Mädchen, zu vermitteln und Eltern zu schulen, aktiv an der Lernentwicklung ihrer Kinder teilzunehmen (durch Einrichtung von Elternbeiräten).
Das Vorhaben wird in Gouvernements im gesamten Land durchgeführt. Projektträger ist der jemenitische Social Fund for Development (SFD).
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet und kann potenziell leicht moderate negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Typische Umweltauswirkungen, die während der Bauphase des Projekts zu erwarten sind, betreffen z.B. Lärmentwicklung und Verschlechterung der Luftqualität, Umweltverschmutzungen und Anfall von Abfällen. Soziale Auswirkungen umfassen die Gesundheit und Sicherheit der Anwohner und SchülerInnen während der Rehabilitierungsphase der Schulen, Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Arbeitsschutz, den Arbeitsbedingungen und der möglichen Verletzung von Arbeitnehmerrechten. Obwohl sich diese Auswirkungen auf den Bereich des direkten Projektgebietes beschränken und in den meisten Fällen reversibel sind, erfordern sie eine Minderung auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren. Der SFD wird für das Vorhaben seinen bestehenden Beschwerdemechanismus und Stakeholder Engagement Plan anwenden. Indem Elternbeiräte in den rehabilitierten Schulen gegründet werden, soll die Sensibilisierung für Schulbildung langfristig verankert werden.
Seite teilen
Um die aktuellen Seiteninhalte mit Ihrem Netzwerk zu teilen, klicken Sie auf den untenstehenden Button und wählen anschließend die gewünschte Option im Dialog aus.
Hinweis zum Datenschutz: Durch das Klicken auf den Button wird die Teilen-Funktion Ihres Browsers genutzt. Wenn Sie beim Teilen einen externen Anbieter auswählen, können persönliche Daten vom Anbieter verarbeitet werden. Lesen Sie dafür unsere Datenschutzgrundsätze.
Ihr Browser unterstützt das Teilen mit externen Diensten nicht.
Alternativ können Sie auch den Kurz-Link kopieren: https://www.kfw-entwicklungsbank.de/s/dezLr3
Link kopieren Link kopiert